Der gute Stalin

von Viktor Jerofejew

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Übersetzung: Beate Rausch
Verlag: Berlin
Genre: Rezensionen
Seiten: 363 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.01.2004

Rezension aus FALTER 48/04

... Die literarisch weniger interessante Jerofejew-Visage gehört Viktor Jerofejew. Der 1947 als Sohn eines hochrangigen Sowjetdiplomaten geborene Schriftsteller und Essayist hat sich nach längerem Schweigen mit "Der gute Stalin", einer Geschichte des Sowjettotalitarismus anhand der eigenen Familiengeschichte, in der Öffentlichkeit zurückgemeldet. Papa Jerofejew beginnt im Zweiten Weltkrieg seinen Aufstieg in die höchsten Etagen der Macht, Mama liest gerne "Nouvel-Obs", der in Paris aufgewachsene Sohn Viktor wird zum stillen Dissidenten, schließlich gibt er den oppositionellen Literaturalamanch "Metropol" heraus, was Papa seinen Botschafterposten kostet. Außer dem monumentalen Eingangssatz "Schließlich habe ich meinen Vater ermordet" ist das Ganze nichts als eine Tratschorgie über Moskauer Nomenklaturaverhältnisse.

Erich Klein in FALTER 48/04 vom 24.11.2004 (S. 72)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Aufzeichnungen eines Psychopathen (Thomas Reschke, Wenedikt Jerofejew)