Murakami und die Melodie des Lebens
Die Geschichte eines Autors

von Jay Rubin

Derzeit nicht lieferbar

Übersetzung: Ursula Gräfe, Angela Praesent
Verlag: DuMont
Genre: Rezensionen
Seiten: 382 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.01.2004

Rezension aus FALTER 46/04

Mittlerweile ist es auch schon wieder mehr als neun Jahre her, dass in der Zeitschrift, die Sie gerade lesen, die erste ausführliche Besprechung der drei bis dahin ins Deutsche übersetzten Bücher von Haruki Murakami erschienen ist. In der Zwischenzeit ist der Mittfünfziger auch hierzulande zum Kult- und Bestsellerautor avanciert - ein Status, den er in weiten Teilen Ostasiens, aber auch im englischsprachigen Raum längst innehatte. So sind in seiner Heimat Japan längst weit mehr Bücher über den postmodernen Erzählstar erschienen als von ihm, was angesichts der verblüffenden Produktivität dieses Autors schon was heißt.

Aber auch im Ausland wurden die Murakamiologen bereits aktiv. Zum Beispiel sein US-amerikanischer Übersetzer Jay Rubin, dessen Annäherung an das Leben und Werk des kosmopolitischen Japaners unter dem eigenwilligen Titel "Murakami und die Melodie des Lebens" nun auch auf Deutsch vorliegt. Der Harvard-Professor macht gleich zu Beginn klar, dass sich seine im Übrigen erfreulich unakademische Beschäftigung mit Murakami auf Sympathie gründet, was der Gründlichkeit und Differenziertheit der Analysen keinen Abbruch tut. Besonders aufschlussreich sind Rubins Ausführungen zum Thema der Übersetzung, zumal eines der besten Bücher, "Mister Aufziehvogel", nach Rubins leicht gekürzter englischer Fassung ins Deutsche übertragen wurde, wogegen sein Schöpfer übrigens gar nichts einzuwenden hatte.

(...)

Klaus Taschwer in FALTER 46/04 vom 10.11.2004 (S. 68)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Birthday Stories (Haruki Murakami, Ursula Gräfe)