Negro Swan (Jewel Case)

von Blood Orange

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Label: DOMINO RECORDS
Format: CD
Genre: Pop englischsprachig
Umfang: 16 Tracks, Gesamtspielzeit 49:27 Min.
Erscheinungsdatum: 24.08.2018

Rezension aus FALTER 34/2018

Ich habe die größte Liebe von allen gefunden

Im R&B und im Soul geht es nicht ohne Lieder über die Liebe. Es muss dabei nicht immer nur die zu einem anderen Menschen besungen werden. Schon Whitney Houston wusste, dass es die schwierigste Übung ist, mit sich selbst ins Reine zu kommen („The Greatest Love of All“). Auf weniger bombastische, dafür umso poetischere Weise umkreist das neue Album des in New York lebenden englischen Sängers, Songschreibers und Multiinstrumentalisten Dev Hynes alias Blood Orange dieses Thema.

„Negro Swan“ (Domino) handelt vom Kampf mit inneren Dämonen und von der Marginalisierung queerer und schwarzer Künstler. Hynes versteht sich auf melancholische, in Watte getauchte R&B-Balladen, die sich an den späten George Michael („Older“) sowie beseelte Hip-Hop-Grooves aus den 1990ern anlehnen und gleichzeitig absolut modern klingen. Sein Falsettgesang weiß zu berühren. Ein Album des Jahres.

Von hier ist es nur ein Schritt zu der Londoner Sängerin Tirzah, die ihr Debütalbum „Devotion“ (Domino) vorlegt. Auch die beiden setzen auf atmosphärische Klänge und Hip-Hop-Beats. Ihr Ansatz ist ein minimalistischer, die Songs enthalten kein Wort und keinen Sound zu viel. So kann Tirzah es sich erlauben, schon tausendfach durchgekaute Beziehungsfragen zu besingen. Ihre Texte kommen brutal ehrlich auf den Punkt.

Maximalist ist hingegen der Brite Alexander O’Connor alias Rex Orange County, der ebenfalls sein erstes Album veröffentlicht. „Apricot Princess“ (Rex Orange County) klingt wie die „Schaut her, das kann ich auch noch“-Vorführung eines Wunderkinds. Der Titelsong schafft es, Stevie-Wonder-Ballade und Stevie-Wonder-Funkstück in einem zu sein. Eine eigenen Handschrift lässt O’Connor aber vermissen. Und wenn er von der Liebe singt, klingt er sehr tralala-naiv: „What about you and me together? / Something that could really last forever.“

Sebastian Fasthuber in FALTER 34/2018 vom 24.08.2018 (S. 28)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Devotion (Tirzah)
Apricot Princess (Rex Orange County)
  Song-Titel
1.  Orlando 3:02
2.  Saint 3:12
3.  Take your time 2:51
4.  Hope 3:59
5.  Jewelry 4:32
6.  Family 0:41
7.  Charcoal baby 4:02
8.  Vulture baby 1:14
9.  Chewing gum 4:23
10.  Holy will 4:22
11.  Dagenham dream 2:45
12.  Nappy wonder 2:38
13.  Runnin' 3:55
14.  Out of your league 2:20
15.  Minetta creek 1:58
16.  Smoke 3:33

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