Coltrane's A Love Supreme Live in Amsterdam

von Branford Marsalis Quartet

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Komponist: John Coltrane
Label: OKeh
Format: CD
Genre: Jazz
Umfang: 17 Tracks
Erscheinungsdatum: 10.04.2015


Rezension aus FALTER 19/2015

Große Jazzlabel und was von ihnen übrigblieb

Bei klingenden Namen wie OKeh, Impulse oder Blue Note schlagen Herzen von Jazz-Plattensammlern höher. Die Versuche der revitalisierten Marken, durch aufgewärmtes oder mäßig originelles Repertoire aus der Popwelt an die einstige Klasse anzuschließen, scheitern leider häufig auch am allzu konservativen Gestus der Produktionen. Handwerklich solide sind freilich alle, die Budgets sind proper, und die Grafiker können auf vorangegangenen Leistungen aufbauen.
Ein typisches Beispiel für nicht gerade revolutionäre Ambitionen ist das Album „Heartland“ (Impulse) der Sängerin Indra Rios-Moore. Ihr Programm ist zu breit gefächert: Gospel, Traditionals, Weltmusikalisches, Ellington und verzichtbare Versionen von „Money“ und „Heroes“ ergeben in Summe ein lediglich angenehmes Nichts.
Das Billie-Holiday-Tribut „Yesterday I Had the Blues“ (Blue Note) von José James ist trotz gelegentlicher Schwächen grundsolide, was vor allem an der schnörkellosen Produktion von Don Was liegt. Alle Stücke sind seit Jahrzehnten Standards. Der auch in hipperen Kontexten agierende Sänger liefert mindestens zur Hälfte glaubwürdige Fassungen von kaputtgespielten Songs, „Tenderly“ und „Strange Fruit“ sind die Highlights.
Das Branford Marsalis Quartet hat sich wiederholt mit einer heiligen Schrift beschäftigt. „Coltranes A Love Supreme Live in Amsterdam“ (OKeh), ein exzellenter Mitschnitt von 2003, wurde nun als CD samt DVD neu aufgelegt. Es ist eine denkwürdige Interpretation. Die Spieler sind in Hochform, niemand verleugnet seine Identität. Allen voran Leader Marsalis, der gerade durch die aufgerissenen Freiräume (diese Version läuft eine Viertelstunde länger als Coltranes Original) dem „heaviest Spirit“ (Baraka) ziemlich nahekommt. Absolut lohnend ist die lange Bildscheibe, die neben dem Konzert und Gesprächen mit den Musikern auch ein halbstündiges Interview mit Alice Coltrane enthält.

David Mochida Krispel in FALTER 19/2015 vom 08.05.2015 (S. 30)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Yesterday I Had The Blues (Jose James)
Heartland (indra Rios-moore)
Titelliste 1
1. 
A Love Supreme [Part 1]: Acknowledgement
Marsalis, Branford Quartet
8:59
2. 
A Love Supreme [Part 2]: Resolution
Marsalis, Branford Quartet
12:16
3. 
A Love Supreme [Part 3]: Pursuance
Marsalis, Branford Quartet
16:14
4. 
A Love Supreme [Part 4]: Psalm
Marsalis, Branford Quartet
10:01
5. 
Alice Coltrane (Interview)
Coltrane, Alice / Marsalis, Branford
 
6. 
First impressions (Interview)
Marsalis, Branford
 
7. 
The composition (Interview)
Marsalis, Branford
 
8. 
Playing "A love supreme" (Interview)
Marsalis, Branford
 
9. 
The fourth movement (Interview)
Marsalis, Branford
 
10. 
The spiritual aspect (Interview)
Marsalis, Branford
 
11. 
The blues as an influence (Interview)
Marsalis, Branford
 
12. 
The working band
Marsalis, Branford
 
13. 
Branford casual
Marsalis, Branford
 
Titelliste 2
1. 
A Love Supreme [Part 1]: Acknowledgement
Marsalis, Branford Quartet
9:00
2. 
A Love Supreme [Part 2]: Resolution
Marsalis, Branford Quartet
17:31
3. 
A Love Supreme [Part 3]: Pursuance
Marsalis, Branford Quartet
11:03
4. 
A Love Supreme [Part 4]: Psalm
Marsalis, Branford Quartet
10:48

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