Triplicate

von Bob Dylan

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Label: SMI COL
Format: CD
Genre: Pop englischsprachig
Umfang: 30 Tracks, Gesamtspielzeit 95:48 Min.
Erscheinungsdatum: 31.03.2017
Set 1
  Song-Titel
1.  Guees I'll have to change my plans 2:26
2.  September of my years 3:25
3.  I could have told you 3:39
4.  Once upon a time 3:37
5.  Stormy weather 3:05
6.  This nearly was mine 2:48
7.  That old feeling 3:38
8.  It gets lonely early 3:10
9.  My one and only love 3:23
10.  Trade winds 2:40
Set 2
  Song-Titel
1.  Braggin' 2:44
2.  As time goes by 3:22
3.  Imagination 2:34
4.  How deep is the ocean 3:23
5.  P.S. I love you 4:17
6.  The best is yet to come 2:57
7.  But beautiful 3:22
8.  Here's that rainy day 3:27
9.  Where is the one 3:14
10.  There's a flaw in my flue 2:47
Set 3
  Song-Titel
1.  Day in, day out 3:01
2.  I couldn't sleep a wink last night 3:15
3.  Sentimental journey 3:11
4.  Somewhere along the way 3:18
5.  When the world was young 3:47
6.  These foolish things 4:11
7.  You go to my head 3:06
8.  Stardust 2:34
9.  It's funny to everyone but me 2:38
10.  Why was I born 2:49

Rezension aus FALTER 14/2017

Obgleich er Bob schätzt, ist der Kritiker vergrätzt

Ob man nun Mitglied der ­Church of Dylan ist, Gelegenheitsfan oder Dauergenervter, für seine Chuzpe muss man den Mann irgendwie bewundern. Während er bei der Zurkenntnis- und Entgegennahme der prestigereichsten Auszeichnung diesseits der Heiligsprechung eine elendslange Leitung bewies, erweist sich Bob Dylan in Sachen Veröffentlichung als ziemlich speedig und hat nach „Shadows in the Night“ (2015) und „Fallen Angels“ (2016) nun gleich ein Dreifach­album mit dem sprechenden Titel
„Triplicate“ (Sony) vorgelegt.
Chuzpe ist aber nicht gleich Chuzpe und sollte mit einer gewissen Grandezza ausgestattet sein. Bei den beiden Vorgängern war das insofern der Fall, als Krähe Dylan im Nachtigallen-Fach wilderte und die Federn, die er sich an seinen Cowboyhut steckte, ausgerechnet aus dem Repertoire von Frank Sinatra rupfte. Mit hinreichend Ambition in Sachen Ausdruck, Arrangement und Abwechslung ergab das zwei hinreichend vergnügliche Alben.
Im jüngsten Fall indes liegt die Sache anders. Dass „Triplicate“ mit einer Spielzeit von eineinhalb Stunden auch auf zwei CDs gepasst hätte – geschenkt. Dass Heinrich Detering demnächst mit einer tiefsinnigen Exegese der kulturhistorischen Bedeutung der Songauswahl aufwarten wird, darf als gesichert gelten. Ändert aber auch nix dran, dass Dylan den tausendfach gecoverten Standards à la „Stardust“, „But Beautiful“ oder „These Foolish Things“ keine neuen Facetten abgewinnt und in einfallslosen, formelhaften Arrangements gusseisern wurschtig im nämlichen Hottehü-Tempo runternudelt wie die etwas obskureren Schlager und Schmachtfetzen.
Was für Dylan als Gesang durchgeht, bleibt in der Kohlenstoffwelt ein gotterbärmliches Geknödel. Das Cover ist in Aubergine-Metallisé gehalten, einem Haartönungsklassiker, der von bingospielenden Damen gern genommen wird – womit das Zielpublikum ziemlich exakt umrissen sein dürfte.

Klaus Nüchtern in FALTER 14/2017 vom 07.04.2017 (S. 35)


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