Little Dark Age

von Mgmt

€ 14,20
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Label: SMI COL
Format: CD
Genre: Pop englischsprachig
Umfang: 10 Tracks, Gesamtspielzeit 43:58 Min.
Erscheinungsdatum: 09.02.2018


Rezension aus FALTER 6/2018

Die Pop-Weirdos MGMT haben eine kleine Wundertüte mitgebracht

Bei ihrem Durchbruch vor zehn Jahren wurden MGMT in Deutschland als die neuen Pet Shop Boys gehandelt. Der Vergleich hat etwas: Das US-Duo kommt zwar aus einem Indierock-Kontext und flirtete von Anfang an mit psychedelischen Klängen, doch wie bei den englischen Synthie-Poppern war bei MGMT nicht ganz klar, wie ernst sie ihre Musik meinen und ob sie nicht Zyniker sind.
„I’ve got the brains / You’ve got the looks / Let’s make lots of money“ brachte Pet-Shop-Boys-Sänger Neil Tennant den Yuppie-Zeitgeist 1986 im Lied „Opportunities“ auf den Punkt. Gut 20 Jahre später klang das bei MGMT-Stimme Andrew VanWyngarden in „Time to Pretend“ so: „This is our decision to live fast and die young / We’ve got the vision, now let’s have some fun“. Spaß und Erfolg sollten er und sein Partner Ben Goldwasser reichlich haben, mit „Kids“ und „Electric Feel“ landeten sie zu einem Zeitpunkt, als gitarrenbasierter Indierock langweilig wurde und Synthesizer wieder gefragt waren, zwei weitere große Hits.

Genießen konnten sie den Erfolg offenbar nicht: Auf den beiden nachfolgenden Alben „Congratulations“ (2010) und „MGMT“ (2013) versuchten sie ein bisschen zwanghaft, allzu Eingängiges zu vermeiden, und ergingen sich stattdessen in verwirrendem Psychedelik-Pop. Wer nur wegen der Hits da war, wurde so erfolgreich verschreckt. Nach einer Auszeit beschloss das Duo, seine Stärken zu bündeln und wieder melodielastiger und tanzbarer zu arbeiten.
Das neue Werk „Little Dark Age“ hat zwar keine Überhits zu bieten, wartet dafür aber mit einer Reihe mittelgroßer Ohrwürmer auf. Sie klingen irgendwie vertraut. Kein Wunder, wurden sie doch aus den Eighties herge­beamt: „She Works Out Too Much“ erinnert an Superproduzent Trevor Horn und sein Projekt Buggles, „Me and Michael“ an die Synthie-Helden OMD und das düstere „When You Die“, eine Mischung aus Todesvision und Horror-Drogentrip, lehnt sich rhythmisch an The Cure an.
Weil jeder Song ganz anders ist, gelingt es MGMT trotzdem, originell zu klingen. An großen Würfen haben sie sich bereits versucht, diesmal geben sie sich mit einer kleinen Wundertüte zufrieden. Macht ehrlich gesagt auch mehr Spaß.

Sebastian Fasthuber in FALTER 6/2018 vom 09.02.2018 (S. 29)

Titelliste
1. 
She works out too much
4:38
2. 
Little dark age
4:59
3. 
When you die
4:23
4. 
Me and Michael
4:49
5. 
TSLAMP
4:30
6. 
James
3:52
7. 
Days that got away
4:44
8. 
One thing left to try
4:20
9. 
When you're small
3:30
10. 
Hand it over
4:13

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