Klavkonz Sämtl.
D, GB

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Rezension aus FALTER 10/1999

Was kann man über eine CD schreiben, auf der eigentlich alles so ist, wie es sein soll? Daß Alfred Brendel gerne auf dem Pedal steht, ist keine Neuigkeit und bei dem Ausdruck, den er dadurch erreicht, auch je nach Geschmack zumindest verzeihlich, wenn nicht gar erwünscht; perlen tut's trotzdem immer. Daß die Wiener Philharmoniker unter Simon Rattle etwa das c-Moll-Konzert sehr, sehr langsam spielen, ermöglicht ihnen eine unglaubliche dynamische, klangliche und agogische Bandbreite. Überhaupt sorgt wohl schon die Kombination Brendel/Rattle allein für eine funkelnde, lebendige und brillante Gesamteinspielung der fünf Beethoven-Klavierkonzerte, aufgenommen im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Und über dessen klangliche Qualitäten braucht man ja wohl auch nichts mehr zu schreiben.

in FALTER 10/1999 vom 12.03.1999 (S. 66)


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