Die 6 Streichquartette

von Béla Bartók, Hagen Quartett

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Label: Deutsche Grammophon
Erscheinungsdatum: 01.01.2000

Rezension aus FALTER 40/2000

"Die gegenwärtige Lage der Welt wie des Einzelnen weist hin auf eine zunehmende Schwächung des Sinns von Grenzen, deutlicher: auf den Schwachsinn von Grenzen überhaupt. Die lebendig fluktuierende Grenze, die selbst schon lebendige Bereiche aktuell definiert und sich wiederum infrage stellt, ist etwas Neues. Und ein solcher Begriff von Grenze stünde auch Neuer Musik gut an." Was der Komponist Dieter Schnebel hier von seinen Kollegen einfordert, kann natürlich auch von Interpreten verlangt werden, auch wenn es ums Repertoire geht - zum Beispiel um die sechs Streichquartette von Bela Bartok. Was das Hagen Quartett nun mit diesen "selbst schon lebendigen" Stücken gemacht hat, klingt nach einer Musterumsetzung der Schnebel'schen Forderung: Der Erweiterungsdrang der Musiker wird greifbar, wenn sie die emotionale Dichte der Quartette - vor allem durch extreme Dynamik in ungehörte Randbereiche treiben. So nah, so unmittelbar, so "aktuell" hört man Bartok selten.

in FALTER 40/2000 vom 06.10.2000 (S. 61)


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