Label: Decca
Erscheinungsdatum: 01.01.2001

Rezension aus FALTER 11/2001

Natürlich wirkt die "feminine" Stimmlage etwas merkwürdig, aber man kann auch heute noch durchaus Gefallen an der kräftigen und dennoch besonders agilen Stimme des Countertenors finden - vor allem wenn Andreas Scholl singt. Der fühlt sich deutlich hörbar im Falsett so wohl, dass man ihm einfach alles abnimmt, was er vorträgt. Im Falle seiner jüngsten CD sind das 21 lautenbegleitete Lieder aus England, Frankreich, Spanien und Italien, die (angeblich) John Dowlands Sohn Robert 1610 zusammengetragen und als "A Musicall Banquett" veröffentlicht hat - darunter das berühmte "In darkness let me dwell" von Dowland senior. Wer dabei einen atemberaubend abwechslungsreichen Querschnitt durch die europäische Musik des 16. Jahrhunderts erwartet, ohne Experte auf diesem Gebiet zu sein, wird vielleicht enttäuscht; wer aber Sinn für ausgezeichnete Stimmen oder düster-melancholische Love-Songs hat, der braucht diese Platte.

in FALTER 11/2001 vom 16.03.2001 (S. 63)


Bitte warten...

Sie haben folgendes Produkt in den Warenkorb gelegt:

{{var product.name}}


weiter einkaufen
zum Warenkorb