Sonaten Opp.109,110,111 Vol.8

von Schiff Andras

€ 20,60
Lieferung in 2-7 Werktagen

Komponist: Beethoven L.van
Label: ECM New Se
Format: CD
Genre: Soloinstr. ohne Orchester
Umfang: 8 Tracks, Gesamtspielzeit 83:46 Min.
Erscheinungsdatum: 26.09.2008

Rezension aus FALTER 47/2008

Es ist vollbracht: András Schiff komplettierte seinen Beethoven-Sonatenzyklus

Leicht pathetisch, doch nicht grundlos werden die 32 Sonaten Ludwig van Beethovens gerne als "Neues Testament der Klaviermusik" apostrophiert. Wie jenes könnten, ja müssten Interpreten auch diese immer wieder aufs Neue lesen. Wobei für uns Hörer der Gewinn nicht zuletzt darin liegt, dass individuelle Zugänge am Beispiel des Wohlbekannten umso deutlicher zutage treten.
So hat es, um es profan zu formulieren, immer auch etwas Gipfelstürmerisches, wenn sich ein Pianist dem Vergleich stellt und eine Gesamtaufnahme des gewaltigen Werkkomplexes wagt – selbst, wenn er dies, wie nun András Schiff, ohne jede triumphalistische Begleitmusik tut.
Schiff selbst wählte die Berg­metapher und meint damit nicht in erster Linie die körperlichen Herausforderungen des Unternehmens. Er betrachte die "Spitzen und Höhenzüge" der Sonaten seit je als eine "naturwüchsige Einheit", der er sich emotional wie intellektuell erst mit 50 Jahren gewachsen fühlte.
Anders etwa als der junge Gulda, der schon als Mittzwanziger voll Enthusiasmus durch das pianistische Massiv stürmte, machte sich Schiff bedächtigen Schrittes auf die Wanderung. Erst nach ausgiebiger Erprobung in vielen Konzerten (der Zyklus im Theater an der Wien wurde leider früh abgebrochen) entstand seine Einspielung; über vier Jahre hinweg wurden die Auftritte in der Tonhalle Zürich mitgeschnitten.
Aufs Ganze gesehen, zeigt sich der Ungar als im besten Sinne konservativer Beethoven-Interpret: Historisch informiert und streng texttreu, setzt er seine eher intellektuelle, doch nie in analytischer Kälte erstarrende Lesart so feinsinnig wie klangsinnlich um, verwendet dafür sogar verschiedene Instrumente – sowohl von Bösendorfer als auch von Steinway.
Mit der Trias der letzten Sonaten, opp. 109, 110 und 111, hat Schiff den Zyklus nun vollendet – und gekrönt. Wie Juwelen, so klar und funkelnd und wohlgeformt, setzt er in Beethovens erratischem "letzten Wort" seine Töne in die immer höher strebenden, niemals enden wollenden himmlischen Triller. Und entlässt uns staunende Hörer vor dem Horizont, weit oben, wo die Luft dünn ist und die Aussicht unendlich weit.

Carsten Fastner in FALTER 47/2008 vom 21.11.2008 (S. 34)

  Song-Titel
1.  1. Vivace, ma non troppo - Adagio espressivo - Tempo I 3:40
2.  2. Prestissimo 2:29
3.  3. Gesangvoll, mit innigster Empfindung Andante molto cantabile ed espressivo 12:37
4.  1. Moderato cantabile molto espressivo (Original Version) 6:54
5.  2. Allegro molto (Original Version) 2:17
6.  3. Adagio ma non troppo - Fuga Allegro ma non troppo (Original Version) 9:47
7.  1. Maestoso - Allegro con brio ed appassionato 8:42
8.  2. Arietta Adagio molto semplice e cantabile 18:04

Bitte warten...

Sie haben folgendes Produkt in den Warenkorb gelegt:

{{var product.name}}


weiter einkaufen
zum Warenkorb