Hommage A Messiaen

von Pierre-Laurent Aimard

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Komponist: Olivier Messiaen
Label: DG
Format: CD
Genre: Soloinstr. ohne Orchester
Umfang: 12 Tracks, Gesamtspielzeit 59:28 Min.
Erscheinungsdatum: 01.08.2008

Rezension aus FALTER 49/2008

Seine Musik beschrieb er als blau-orangenen Lavastrom oder als türkisen, von Violetttönen umwölkten Planeten, voller granatrot wuchernder Verzweigungen und purpurner Akkordkaskaden. Und er litt stets darunter, dass sein Publikum all diese Farbwirbel bestenfalls hört, aber niemals sieht – so wie er selbst es konnte.
Olivier Messiaen (1908–1992) war Synästhet, er hörte Farben und sah Klänge. Doch nicht nur diese seltene, für all sein Komponieren bestimmende Gabe machte ihn zur Ausnahme­erscheinung in der Musik des 20. Jahrhunderts. So wichtig er als Lehrer für die Generation der Nachkriegsavantgarde war, so solitär steht seine Musik in ihrer Zeit, blieb in ihrer erratischen Haltung letztlich unverständlich.
In tiefempfundener, vielleicht gar naiver Religiosität, staunend vor der Herrlichkeit der Schöpfung, betrachtete Messiaen das Universum, durchwanderte schroffe Gebirge und sanfte Täler, lauschte den Vögeln ihren Gesang ab – und pries, inmitten aller Katastrophen seiner Epoche, Gottes Werk. Den Zeitgenossen musste er wie ein realitätsferner Fels in der Brandung erscheinen.
Drei Neuerscheinungen zum 100. Geburtstag Messiaens am 10. Dezember geben einen guten Überblick über dessen vielseitiges Schaffen. Sein Schüler Pierre-Laurent Aimard stellt auf seiner "Hommage à Messiaen" (DGG/Universal) die zentrale Bedeutung des Klaviers für Messiaen in den Vordergrund. In den frühen "Préludes" führt er uns in eine poetische, spätimpressionistische Zauberwelt, macht uns in zwei Ausschnitten aus dem "Catalogue d'oiseaux" zu Besuchern eines ornithologischen Zwitschertheaters und in "Île de Feu" zu Zeugen der energievollen Riten der Papua.Ingo Metzmacher und die Wiener Philharmoniker liefern eine überwältigende Einspielung der großorchestralen "Éclairs sur l'Au-Delà" (Kairos), Messiaens letztem vollendetem Werk, seinem Opus summum über nichts weniger als die Unendlichkeit des Universums.Und auch Messiaens bekanntestes Werk, das "Quatuor pour la fin du temps", ist in einer fantastischen Interpretation durch das Trio Wanderer und Pascal Moraguès (Klarinette) neu erschienen. In dessen acht Sätzen ist der Komponist der "realen" Welt so nahe wie nirgends sonst. Er schrieb es 1941 in deutscher Kriegsgefangenschaft.

Carsten Fastner in FALTER 49/2008 vom 05.12.2008 (S. 29)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Quatuor Pour La Fin Du Temps (Trio Wanderer, Pascal Moraguès, Olivier Messiaen)
Eclairs Sur L'au-Dela... (Wiener Philharmoniker/Metzmacher, Olivier Messiaen)
  Song-Titel
1.  1. La colombe (Original Version) 2:20
2.  2. Chant d'extase dans un paysage triste (Original Version) 6:47
3.  3. Le nombre léger (Original Version) 1:36
4.  4. Instants défunts (Original Version) 4:26
5.  5. Les sons impalpables du rêve (Original Version) 3:55
6.  6. Cloches d'angoisse et larmes d'adieu (Original Version) 9:22
7.  7. Plainte calme (Original Version) 2:57
8.  8. Un reflet dans le vent (Original Version) 5:01
9.  9. La Bouscarle (Book 5) 10:22
10.  6. L'Alouette Lulu (Book 3) 6:38
11.  Ile de Feu 1 (Original Version) 1:53
12.  Ile de Feu 2 (Original Version) 4:11

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