Debussy Et Le Jazz

von Quatuor Debussy/Terrasson,J./Peirani,V./+

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Komponist: Claude Debussy
Label: HARMONIA M
Format: CD
Genre: Kammermusik (instrumental)
Umfang: 10 Tracks, Gesamtspielzeit 66:21 Min.
Erscheinungsdatum: 10.08.2018


Rezension aus FALTER 45/2018

Alles Gute zum Sechziger, harmonia mundi!

Als der Schriftsteller und Journalist Bernard Coutaz im Herbst 1958 in seinem selbstgegründeten „Christlichen Schallplattenclub“ in Paris anfing, Orgelaufnahmen zu produzieren, ahnte er wohl kaum, dass sein kleines Label mit dem wohlklingenden Namen harmonia mundi einmal zu den bekanntesten Plattenfirmen in der Welt der klassischen Musik gehören würde. 2018 hat das Label gleich doppelten Grund zu feiern: Zum einen wird es 60 Jahre alt, zum anderen jährt sich der Todestag Claude Debussys heuer zum 100. Mal.

Unter den aktuellen Jubel-Platten finden sich auch diverse Kostbarkeiten abseits des üblichen Debussy-Repertoires. „Debussy … et le Jazz – Preludes for a quartet“ etwa, ein Album, auf dem sich das Quatuor Debussy mit führenden französischen Jazzmusikern (darunter der Weltklassepianist Jacky Terrasson) zusammengetan und eine virtuose Bearbeitung der „Préludes“ herausgebracht hat. Fantasievoll arrangiert und fein verjazzt lassen sich zehn der insgesamt 24 Klavierkompositionen so auf wunderbare Art und Weise neu erhören.

Immer noch zu entdecken gilt es den Liedkomponisten Debussy. Ihm ist das Doppelalbum „Harmonie du soir“ gewidmet. Erfreulicherweise sind darauf vor allem Debussys ganz frühe „mélodies“ enthalten, die ohnehin viel zu selten gesungen werden. Sie erklingen in der hinreißend poetischen Interpretation der belgischen Sopranistin Sophie Karthäuser.

Ganz andere Töne schlägt das Album „Les Trois Sonates – The Late Works“ an. Die Stars des Labels, unter ihnen Isabelle Faust (Violine), Alexander Melnikow (Klavier), Antoine Tamestit (Flöte), Jean-Guihen Queras (Cello) und Xavier de Maistre (Harfe), interpretieren Debussys späte drei Sonaten für Violoncello und Klavier, für Flöte, Viola und Harfe sowie die Sonate für Violine und Klavier zwischen verspielter Heiterkeit, grotesker Ironie und tiefer Melancholie.

Miriam Damev in FALTER 45/2018 vom 09.11.2018 (S. 36)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Harmonie Du Soir-Lieder (Karthaeuser,Sophie/Asti,Eugene/Degout,Stephane/+, Claude Debussy)
Les Trois Sonates/Das Spätwerk (Faust,Isabelle/Melnikov,Alexander/Queyras,J.-G., Claude Debussy)
Titelliste
1. 
"C" influences (nach Debussys Präludien La fille aux cheveux de lin und "General Lavine" - excentric)
11:06
2. 
Les sixtièrces alternées (nach Debussys Präludium Les tièrces alternées)
2:44
3. 
Midi C-Dur (nach Debussys Präludium Les tièrces alternées)
2:54
4. 
Nr. 6 Des pas sur la neige (bearb. für Streichquartett von Alain Brunier)
3:56
5. 
A l'ombre de la cathédrale (nach Debussys Präludium La cathédrale engloutie)
13:19
6. 
Nr. 12 Minstrels (bearb. für Streichquartett von Alain Brunier und Marc Vieillefon)
2:31
7. 
Danza del vino (nach Debussys Präludium La puerta del vino)
10:05
8. 
Nr. 5 Bruyères (bearb. für Streichquartett von Alain Brunier)
3:05
9. 
Bussi's blues (nach Debussys Präludien Bruyères, Danseuses de Delphes, Des pas sur la neige und Les sons et les...)
13:57
10. 
Nr. 8 La fille aux cheveux de lin (bearb. für Streichquartett vom Quatour Debussy)
2:44

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