Der Nino Aus Wien

von Der Nino Aus Wien

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Label: PROBLEMBÄR RECORDS
Format: CD
Genre: Austro Pop
Umfang: 12 Tracks, Gesamtspielzeit 40:19 Min.
Erscheinungsdatum: 12.10.2018


Rezension aus FALTER 41/2018

Tiefgründiges mit Schmäh und lieben Grüßen an Lou Reed und Billy Joel

Um sein Werk ranken sich Mythen. Wie viele Lieder er schon geschrieben hat? Nino Mandl weiß es selbst nicht. Hunderte gewiss, aber nicht wenige davon sind einem Festplattencrash zum Opfer gefallen. Halb so schlimm, Mandl, besser bekannt als Der Nino aus Wien, fallen ja ständig neue ein.

Zwölf davon hat er nun zu einem weiteren Album gebündelt. Es nimmt einen besonderen Stellenwert im Werk des 31-Jährigen ein, wie schon die Optik verdeutlicht. Das Cover ist so schlicht wie markant, in goldenem Prägedruck steht „Der Nino aus Wien“ handgeschrieben auf monochrom schwarzem Hintergrund. Der Name ist gleichzeitig der Titel; auch die Kinderfotos im Booklet legen den Schluss nahe, dass es diesmal noch persönlicher zugeht als gewohnt.

Ende des Jahres jährt sich die Veröffentlichung seines Debüts zum zehnten Mal. Vom schwer greifbaren Liedermacherschrull ist Mandl schnell zu einer prägenden, ja vielleicht der prägenden Figur im jungen Wiener Gitarrenpop gewachsen. „Der Nino aus Wien“, wie zuletzt vom Wanda-Produzenten Paul Gallister aufgenommen, ist sein vielgestaltigstes Album bisher, gleichzeitig sein klarstes, eines seiner besten – und doch erschließt es sich erst nach mehrmaligem Hören. Wohl wegen der diversen eingebauten Brüche.

Ein forscher Ohrwurm eröffnet die Platte, „ich muss schlussendlich immer weg wie ein Beatpoet“, heißt es im autobiografischen Text. Auch der zweite Song, gelassener in der Gangart, ist eine Hymne ans Leben und das Sich-treiben-Lassen, während „Hirschstettner Lebensart“ den ersten Ausreißer markiert. Mandl philosophiert, scheinbar improvisiert, vor sich hin; im Refrain singt Natalie Ofenböck auf sein zur Trademark gewordenes Auftreten gemünzt: „Alle glauben an bekifft, aber die Sprache, die du sprichst, ist donaustädterisch.“

Es folgen liebe Grüße an die Kinks und die Beatles, an Rock-Finsterling Lou Reed und Softpopmeister Billy Joel; eine Ode an den Spritzwein und die Austropop-Jukebox, verschmitztes Störfeuer und nicht zuletzt auch Melancholie. Am Ende, der letzte Bruch, steht Pop mit Kunstanspruch. „Wenn es nicht mehr um alles geht, dann geh’ ich weg in mein Versteck“, singt Mandl da. Noch scheint es dafür keinen Grund zu geben.

Gerhard Stöger in FALTER 41/2018 vom 12.10.2018 (S. 27)

Titelliste
1. 
Unterwegs
3:00
2. 
Hände
3:20
3. 
Hirschstettner Lebensart
3:57
4. 
Lola
3:54
5. 
Nur ein trauriges Lied
2:58
6. 
Konzert
2:00
7. 
Alles passt
3:49
8. 
Unentschieden gegen Ried
3:18
9. 
Jukebox
4:14
10. 
Wer ist der Ärgste
1:20
11. 
Bevor du schläfst
2:54
12. 
Wach
5:35

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