Suicide (Art Of The Album Edition)

von Suicide

Derzeit nicht lieferbar

Label: Mute
Format: CD
Genre: Rock englischsprachig
Umfang: 7 Tracks, Gesamtspielzeit 32:01 Min.
Erscheinungsdatum: 12.07.2019


Rezension aus FALTER 29/2019

Punkmusik für, aber auch gegen Punkrocker

Natürlich war früher nicht alles besser – aber manches vielleicht ein bisschen aufregender. Etwa als Punk in dunklen Kellerlöchern entstand und bald darauf die Popwelt in Brand setzte. Als verwegene Vögel elektronische Gerätschaften zur Klangerzeugung entdeckten. Oder als beides zusammenkam.

Letzteres trug sich in New York zu, wo der 2016 verstorbene Sänger und bildende Künstler Alan Vega mit dem für elektronische Tasteninstrumente zuständigen Musiker Martin Rev das Duo Suicide betrieb, Selbstmord also. Suicide galten als jene US-Punkband, die selbst die härtesten Punkrocker zu verstören verstand. Weil sie die Konventionen des Genres negierten und minimalistische Elektronik mit fiebrigem Kieksgesang kombinierten, reduziert und angriffslustig. Nicht selten wurden sie dafür von der Bühne gejagt, heute gilt ihr Debüt „Suicide“ von 1977 längst als Meisterwerk und Blaupause für Synthie- und Elektropop. 42 Jahre danach anlässlich der Neuauflage (Mute/BMG) wieder gehört, verstört diese Musik nur mehr bedingt, von ihrer Faszination und Strahlkraft hat sie aber nichts eingebüßt.

Wie Suicide ist auch Chaos ein tipptopper Punkname, das so benannte Vorarlberger Quartett zählte zu den hiesigen Szenepionieren. Zwei 1979 veröffentlichte Songs, „Day Doult“ und „Get Out Of My Pocket“, hat das österreichische Label Bachelor Archives nun als Vinylsingle neu aufgelegt. Zu hören ist einwandfreie Genremusik, gespielt in jugendlichem Überschwang.

In den 1980ern wurde Punk zu Hardcore, schneller, härter, politischer, aber auch emotionaler; Target Of Demand aus Linz waren die relevantesten lokalen Vertreter. „Collected Little Steps“ (Dirty Old Label) versammelt das gut gealterte Werk des Quartetts um den Sänger Rainer Krispel und den 2018 verstorbenen Schlagzeuger Harald „Huckey“ Renner, der nach seinen Punktagen mit Texta österreichische Rapgeschichte schreiben sollte.

Gerhard Stöger in FALTER 29/2019 vom 19.07.2019 (S. 27)

Titelliste
1. 
Ghost rider
2:33
2. 
Rocket U.S.A.
4:16
3. 
Cherre
3:42
4. 
Johnny
2:10
5. 
Girl
4:05
6. 
Frankie Teardrop
10:26
7. 
Che
4:49

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