Alcina,Arien & Suuiten

von Schaefer/berliner Barock Solisten/kussmaul

€ 19,70
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Komponist: Georg Friedrich Händel
Label: CAvi-music
Format: CD
Genre: Chor / Lied
Umfang: 20 Tracks, Gesamtspielzeit 73:38 Min.
Erscheinungsdatum: 13.03.2009

Rezension aus FALTER 35/2009

Ist es die Wirtschaftskrise oder gar das absehbare Ende der CD als Massenmedium? Ist es vielleicht eine neue Wertschätzung des Bewährten? Oder einfach nur der Erfolg der kleinen Konkurrenz, der kopiert werden soll, wenn die großen Plattenfirmen in letzter Zeit ihre Archive durchforsten und Wiederveröffentlichungen sonder Zahl auf den Markt werfen?
Ganze Werkkomplexe einzelner (Jubiläums-)Komponisten und Interpreten werden derzeit günstig angeboten. Dabei lassen sich die alten Bestände dramaturgisch auch deutlich pfiffiger neu verwerten – so wie das mit einer "Opera immaginaria" nach G.F. Händel geglückt ist (Virgin).
Da wurden die strengen Formvorgaben und die lockere Aufführungspraxis des Barock genutzt und aus Händel-Einspielungen der letzten 20 Jahre eine Opera seria zusammengestellt, die zwar keine konsistente Handlung aufweisen kann, dafür aber alles bietet, was das Genre auszeichnet: Schlummerarien und Wahnsinnsszenen, Natur­imitationen, Liebesduette und natürlich diverse Bravoureinlagen.
Wie nebenbei wird so auch noch der schon zu Händels Zeiten verbreitete Starkult bedient: Natalie Dessay, Ian Bostridge, Philippe Jaroussky, Christophe Rousset, Emmanuelle Haïm, William Christie u.v.a. liefern die Beiträge zu diesem Pasticcio als idealtypische Oper.
Eine Neueinspielung mit ähnlichem Ansatz legen die Sopranistin Christine Schäfer und die Berliner
Barock Solisten unter Rainer Kussmaul vor. Sie haben Händels "Alcina"
(1735) zu einer 70-minütigen Suite
komprimiert (Avi-Music), die den ganzen Ausdrucksgehalt des vierstündigen Originals zusammenfasst. Die sechs Arien der liebestollen Zauberin wurden durch instrumentale Zwischenspiele so ergänzt, dass die ganze Gefühlspalette abgedeckt ist, von schmachtender Liebe bis zur Raserei.
Überhaupt ist es keine schlechte Idee, die mitunter so ausufernden wie austauschbaren Affektdarstellungen des Barock in kompakte Form zu bringen. Die Wiener Les Sentimens haben für "Le triomphe de l'amour" (ORF)
aus sieben Opern von Jean-Baptiste
Lully die beliebtesten Airs und Szenen in zeitgenössischen kammermusikalischen Arrangements zusammen­gestellt – und zeigen damit in 70 Minuten, wie der italienische Komponist die französische Oper erfunden hat.

Carsten Fastner in FALTER 35/2009 vom 28.08.2009 (S. 16)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Le Triomphe De L'Amour (Les Sentimens, Jean-Baptiste Lully)
Un' Opera Immaginaria (Jaroussky/Didonato/Dessay/+, Georg Friedrich Händel)
  Song-Titel
1.  Ouvertüre - Sinfonia (1. Akt) 3:23
2.  Di', cor mio (1. Akt) 6:03
3.  Musette 1:50
4.  Menuet 0:51
5.  Ma quando tornerai (3. Akt) 4:27
6.  Sinfonia (3. Akt) 0:44
7.  Numi, che intendo - Ah! Mio cor! (2. Akt) 13:06
8.  Gavotte - Sarabande - Gavotte da capo 3:23
9.  Menuet 1:30
10.  Gavotte 0:36
11.  Tamburin 0:50
12.  Ah! Ruggiero crudel (2. Akt) 2:22
13.  Ombre pallide (2. Akt) 4:28
14.  Entrée des Songes agréables 2:25
15.  Si non quella (1. Akt) 6:46
16.  Entrée des Songes funestes 1:52
17.  Entrée des Songes angréables effrayes et le combat des Songes 2:28
18.  Mi restano le lagrime (3. Akt) 6:39
19.  Entrée 2:19
20.  Credete al mio dolore (2. Akt) 7:36

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