Home

von Beady Belle

Derzeit nicht lieferbar

Label: Jazzland
Erscheinungsdatum: 01.01.2001

Rezension aus FALTER 31/2001

Norwegen gilt seit langem als eines der Hauptländer für innovativen Jazzexport. Warum die Alben von Bugge Wesseltoft für eine "New Conception of Jazz" stehen sollen, wie darauf zu lesen steht, ist nicht ganz nachvollziehbar. Nachdem die Musik in den Chill-out-Kammern der Ambient-Musik bis zur Zähflüssigkeit abgekühlt wurde, werden ihr die handelsüblichen flirrenden Beats unterlegt, auf die man gerne zurückgreift, wenn man den Jazz-Muff aus den Socken kriegen will. Oder es wird eben eine simple repetitive Figur eines akustischen Basses ostentativ nach vorne gemischt. Wars das? Weitgehend, denn was Wesseltoft am Fender Rhodes, vor allem aber am Flügel spielt, ist von einer prätentiösen Schlichtheit, die kaum ein Klischee auslässt. Für das, was man darauf zu hören kriegt, sind die einzelnen Tracks jedenfalls entschieden zu lang. Jetzt soll man aber auf Bugge Wesseltoft nicht nur schimpfen. Er hat zum Beispiel Beate S. Lech eingeladen, unter seiner Mitwirkung ein Album für sein Label Jazzland zu machen. Worauf sich die nicht gerade sehr abstoßend aussehende Sängerin mit dem Bassisten Marius Reksjoe zusammentat und das Projekt Beady Belle ins Leben rief. Ob sie singen kann, ist angesichts einer Stimme, die wesentlich von der Studiotechnik mitproduziert wurde (und mitunter zum Chor vervielfacht wurde) nicht ganz leicht zu sagen, aber es klingt jedenfalls sehr gut: Die einzelnen Tracks sind catchy, mit gezielt eingesetzten akustischen Attraktionen (Streicher, Vibes, funky Doppelflöte, Sitar) ausgestattet und verschmelzen Elemente unterschiedlicher Genres zu einer mainstreamkompatiblen Melange: sehr professionell, ziemlich apart und mitunter etwas glatt.

in FALTER 31/2001 vom 03.08.2001 (S. 48)


Bitte warten...

Sie haben folgendes Produkt in den Warenkorb gelegt:

{{var product.name}}


weiter einkaufen
zum Warenkorb