Damned Devotion

von Joan As Police Woman

€ 11,40
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Label: PLAY IT AGAIN SAM
Format: CD
Genre: Pop englischsprachig
Umfang: 12 Tracks, Gesamtspielzeit 43:06 Min.
Erscheinungsdatum: 09.02.2018


Rezension aus FALTER 7/2018

Eindringlichkeit mit reduziertem Mittelseinsatz

David Bowies Geniestreich „Heroes“ geht natürlich immer. So zerschossen wie beim Berliner Rauschebart Brother Grimm hat man den Song aber noch nicht gehört: Minimal instrumentiert, verkehrt sich das euphorische Jubilieren des Originals hier zum zarten Trauerlied. Auch der Rest von „Home Today, Gone Tomorrow“ (Noisolution) hat es in sich: schattenweltlicher Lo-Fi-Blues, „Twin Peaks“-Referenzen, Dröhnung, Beklemmung, zwischendurch Jazzgetröte, aber auch Zartheit.
Hannah Epperson fällt ebenfalls in die Kategorie „Pop-Einzelgängerin“. Das zentrale Instrument der in New York lebenden Kanadierin ist die Geige; auch die zehn Songs des zweiten Albums „Slowdown“ (Listen) verbinden Songwriter-Indiepop-Chanson wieder mit Kammermusik, hintergründige Leisetreterei mit gepflegter Electronica und Sanftmut mit Angriffslust. Wie beim Debüt gibt es jedes Lied in zwei Versionen, einmal nur mit Geige, einmal vergleichsweise konventioneller aufbereitet. Das bedient durchaus unterschiedliche Stimmungen, fordert aber in jedem Fall aufmerksames Zuhören.
Auch Joan Wasser ist gelernte Geigerin, von Antony/Anohni über Lou Reed bis Beck war sie bereits allerlei Popprominenz mit ihrem Instrument zu Diensten. Als Solokünstlerin heißt sie Joan As Police Woman, mit „Damned Devotion“ (PIAS) liegt ihr fünftes reguläres Album vor. Schwermütig in der Grundausrichtung, gelingt ihr die Verbindung von elektronischem Minimalismus und einer fast schwelgerischen Seventies-Softpop-Ästhetik. Manchmal fiebrig, meist kühl-distanziert, immer beseelt und atmosphärisch.
Beats, Bass, Synthie, Streicher und Klavier prägen „Brighter Wounds“ (City Slang) von Son Lux, dem US-Trio um den Songwriter und Multiinstrumentalisten Ryan Lott. Mit Zitterstimme gesungen, herrscht an Dramatik kein Mangel; Reduktion und dick Auftragen ist hier nicht unbedingt ein Widerspruch.

Gerhard Stöger in FALTER 7/2018 vom 16.02.2018 (S. 28)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Home Today Gone Tomorrow (Brother Grimm)
Slowdown (Hannah Epperson)
Brighter Wounds (Son Lux)


Rezension aus FALTER 7/2018

Eindringlichkeit mit reduziertem Mittelseinsatz

David Bowies Geniestreich „Heroes“ geht natürlich immer. So zerschossen wie beim Berliner Rauschebart Brother Grimm hat man den Song aber noch nicht gehört: Minimal instrumentiert, verkehrt sich das euphorische Jubilieren des Originals hier zum zarten Trauerlied. Auch der Rest von „Home Today, Gone Tomorrow“ (Noisolution) hat es in sich: schattenweltlicher Lo-Fi-Blues, „Twin Peaks“-Referenzen, Dröhnung, Beklemmung, zwischendurch Jazzgetröte, aber auch Zartheit.
Hannah Epperson fällt ebenfalls in die Kategorie „Pop-Einzelgängerin“. Das zentrale Instrument der in New York lebenden Kanadierin ist die Geige; auch die zehn Songs des zweiten Albums „Slowdown“ (Listen) verbinden Songwriter-Indiepop-Chanson wieder mit Kammermusik, hintergründige Leisetreterei mit gepflegter Electronica und Sanftmut mit Angriffslust. Wie beim Debüt gibt es jedes Lied in zwei Versionen, einmal nur mit Geige, einmal vergleichsweise konventioneller aufbereitet. Das bedient durchaus unterschiedliche Stimmungen, fordert aber in jedem Fall aufmerksames Zuhören.
Auch Joan Wasser ist gelernte Geigerin, von Antony/Anohni über Lou Reed bis Beck war sie bereits allerlei Popprominenz mit ihrem Instrument zu Diensten. Als Solokünstlerin heißt sie Joan As Police Woman, mit „Damned Devotion“ (PIAS) liegt ihr fünftes reguläres Album vor. Schwermütig in der Grundausrichtung, gelingt ihr die Verbindung von elektronischem Minimalismus und einer fast schwelgerischen Seventies-Softpop-Ästhetik. Manchmal fiebrig, meist kühl-distanziert, immer beseelt und atmosphärisch.
Beats, Bass, Synthie, Streicher und Klavier prägen „Brighter Wounds“ (City Slang) von Son Lux, dem US-Trio um den Songwriter und Multiinstrumentalisten Ryan Lott. Mit Zitterstimme gesungen, herrscht an Dramatik kein Mangel; Reduktion und dick Auftragen ist hier nicht unbedingt ein Widerspruch.

Gerhard Stöger in FALTER 7/2018 vom 16.02.2018 (S. 28)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Home Today Gone Tomorrow (Brother Grimm)
Slowdown (Hannah Epperson)
Brighter Wounds (Son Lux)
Titelliste
1. 
Wonderful
3:33
2. 
Warning bell
3:16
3. 
Tell me
3:37
4. 
Steed (For Jean Genet)
4:07
5. 
Damned devotion
3:12
6. 
The silence
4:42
7. 
Valid jagger
3:27
8. 
Rely on
2:42
9. 
What was it like
4:11
10. 
Talk about it later
2:35
11. 
Silly me
3:38
12. 
I don't mind
4:06

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