MAMA'S GUN

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Rezension aus FALTER 5/2001

Der qualitative Bogen gegenwärtiger R-'n'-B-Veröffentlichungen spannt sich von herzlosen Fließbandproduktionen über durchschnittlich ansprechenden Mainstream bis hin zu eindrucksvollen Destillaten aus Funk, Native-Tongue-HipHop, 70er-Jahre-Soul und relaxtem 5-Uhr-Tee-Jazz. Die in Philadelphia lebende, tief in der afroamerikanischen Musiktradition verwurzelte Erykah Badu gilt seit ihrem Debüt "Baduzism" (1997) als Hohepriesterin der letztgenannten Abteilung. Zu Recht, wie ihr gelungenes zweites Album beweist. Inhaltlich auf einer sehr persönlichen Ebene politisch, verschiebt Badu die musikalischen Parameter ihrer Downtempo-Stücke neuerdings zunehmend in Richtung Jazz, bietet ein traumhaft schönes Duett mit Bob Marleys Sohn Stephen und entfaltet über die gesamte 70-Minuten-Distanz des Albums einen ebenso eleganten wie intimen Flow.

in FALTER 5/2001 vom 02.02.2001 (S. 58)


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