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Rezension aus FALTER 10/2006

Sieben Männer und kein Klavier hat der jazzbuddhistische Becken-und Beserlschamane versammelt, um sich in der Kunst der verhalten swingenden Levitation zu ergehen. Den Anfang macht Charles Mingus' grandioses "Pithecanthropus Erectus", das man in dieser Mischung aus Sanftheit und suggestivem Drängen noch nicht gehört hat. Am Schluss gibt's zwei kurze Bebop-Klassiker und dazwischen macht sich Motian als Komponist breiter, als man das von ihm gewohnt ist. Gut so! Denn die mal melancholischer, mal munterer getönten Stücke sind sehr geeignet, einen zaghaft sich anbahnenden Frühling ohne übertriebene Kumpelhaftigkeit zu begrüßen. Die drei Gitarristen und zwei Saxofonisten sind gut aufgestellt, das Spiel über die Flügel klappt ausgezeichnet, nur gelegentlich schleicht sich eine gewisse Statik ein, die sich auch wieder verflüchtigt, wenn man ganz genau hinhört auf eine Musik, die ein bisschen so klingt, wie wenn Jan Garbarek der Cousin von Albert Ayler wär.

Klaus Nüchtern in FALTER 10/2006 vom 10.03.2006 (S. 60)


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