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Rezension aus FALTER 36/2006

Viel schlichter ließe sich das Solodebüt Stefano Bollanis für das Münchner Label ECM kaum benennen. Dabei ist das Spiel des 34-jährigen Italieners, der zuletzt auf dem hervorragenden Enrico-Rava-Album "Tati" zu hören war, alles andere denn lakonisch und trocken. Bollani wollte als Kind Popsänger werden, hat eine klassische Klavierausbildung, war Keyboarder beim Italorapper Jovanotti und wollte ursprünglich ein Prokofjew-Tribute-Album einspielen, von dem jetzt nur ein Stück geblieben ist. Egal. Der klassikgeschulte Konzertpianist weiß den Steinway überzeugend für seine Verbindung von impressionistischer Klangsensibilität und Jazzphrasierung (Stride-Piano und Tatum-Schule sind nicht zu überhören) zu nutzen, kann die Lust am Zitat und der Digression mit Respekt vor der Schlichtheit der Melodie verbinden. Wenn jemand als Gastgeschenk eine geschmackssichere Alternative zur Flasche Wein sucht: Hier ist sie (und das ist ganz ohne Ironie gesagt).

Klaus Nüchtern in FALTER 36/2006 vom 08.09.2006 (S. 64)


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