Sonny, Please

von Sonny Rollins

Derzeit nicht lieferbar

Label: Universal
Erscheinungsdatum: 01.01.2007

Rezension aus FALTER 5/2007

Vergangene Woche wurde Sonny Rollins (gemeinsam mit dem Komponisten Steve Reich) mit dem renommierten, als inoffizieller Musiknobelpreis gehandelten Polar Music Prize ausgezeichnet. Eine würdige Entscheidung. Dass der 76-jährige Saxophone Colossus heute noch Jazzgeschichte schreibt, wird keiner mehr erwarten. Interessant, dass der zeitweilige Antipode von John Coltrane (Rollins: tieferes Register, weniger Noten, themenzentrierte Improvisation) auf der Titelnummer seines jüngsten Albums so coltranesk klingt wie kaum zuvor, allerdings insgesamt auch weniger kraftvoll als noch auf dem vor eineinhalb Jahren veröffentlichten "9/11 Concert" von 2001. Eine echte Niederlage ist die Begleitband, die so viel Drive hat wie die Jazzcombo der Vereinigten Fahrschulen Floridsdorf, sodass es kein Wunder ist, wenn das alte Feuer mehr aufflackert, als dass der Funke überspränge. Vielleicht sollte sich Rollins von dem Polar-Prize-Geld (rund 110.000 Euro) mal eine anständige rhythm group besorgen.

Klaus Nüchtern in FALTER 5/2007 vom 02.02.2007 (S. 56)


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