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Label: ACT
Format: CD
Genre: Jazz
Umfang: 18 Tracks, Gesamtspielzeit 52:20 Min.
Erscheinungsdatum: 29.08.2008

Rezension aus FALTER 48/2008

Das Klaviertrio ist eine der gängigsten Besetzungen im Jazz und daher für den Hype nur sehr bedingt geeignet. Wahr aber ist auch, dass es eine schier unüberblickbare Fülle an ausgezeichneten Ensembles gibt. Zu ihnen kann man auch das Doug Johnson Trio zählen. Der Leader unterrichtet am renommierten Bostoner Berk­lee College eine Klasse für seltsame Taktarten, was sich aber auf "The March of Time" (cracked anegg) nicht als kapriziöse Schrulle niederschlägt: Vielmehr bewegt sich das Trio im breiten Fahrwasser von Bill Evans et al. souverän, leichtfüßig und mit gemessener Euphorie durch die Tradition, wobei seine Auslegung von Klassikern wie "All the Things You Are", oder Wayne Shorters "Footprints" über den Klassikpflegedienst nach Vorschrift doch hinausgeht.Ganz auf die Eigenkompositionen von Martin Tingvall konzentriert sich das schwedisch-kubanisch-deutsche Tingvall Trio auf seinem jüngsten Album "Norr" (Skip). Es sind überaus eingängige, melodieverliebte und grooveorientierte Stücke im Songformat, die in kompakter Kulinarik dem einmal eingeschlagen Weg folgen: eingängig und effektiv.Dass das Jörg Brinkmann Trio auf schrägen Humor setzt, deutet schon der Titel des Albums an: "Ha!" (Act). Dass das um illustrative Klangeffekte und ironisch gebrochenes Sentiment keineswegs verlegene Trio, das den Bass durchs Cello und das Klavier immer wieder durchs Fender Rhodes ersetzt, nicht ins Klamaukhafte abstürzt, liegt daran, dass sein konzeptueller Eklektizismus nicht schlechterdings beliebig und klug austariert ist: Neben Alltotria und haikuknappen Interludes ist auch für melancholischen Reduktionismus Platz.Ziemlich unkonventionell präsentiert sich auch das Refugee Trio auf seinem titellosen Album (Winter & Winter / Edel). Gary Versace greift auch gern zum Akkordeon, Drummer John Hollenbeck schätzt (wie sein Kollege Dirk-Peter Kölsch vom Brinkmann Trio) das Glockenspiel und Leader Theo Bleckmann singt und nutzt ­diverse Live-Elektronik für mitunter fragwürdig esoterische Effekte. Das alles changiert zwischen Minimal Music und Mönchsgesang, ­Folklore und Sakralprogrock, anrührender Schlichtheit und affiger Prätention. M.a.W.: Hat was, nervt aber auch.

Klaus Nüchtern in FALTER 48/2008 vom 28.11.2008 (S. 29)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Refuge Trio:Bleckmann,T./Hollenbeck,J./Versace,G. (Bleckmann,T./Hollenbeck,J./Versace,G., Various)
Norr (Tingvall Trio)
The March of Time (Doug Johnson Trio)
  Song-Titel
1.  Sirius B 4:09
2.  Hühner-Walzer 3:06
3.  Intermezzo 1 0:49
4.  Klassentreff 3:56
5.  Mister Nice 2:20
6.  Rapunzel 2:59
7.  Intermezzo 2 0:21
8.  Miss Wise 3:18
9.  Intermezzo 3 0:48
10.  Kleinod 4:08
11.  September 7:03
12.  Mister Nice 2 2:35
13.  Live in Hamburg 5:25
14.  Intermezzo 4 0:36
15.  Sputnik 68 2:16
16.  Intermezzo 5 0:41
17.  Introduktion 5:03
18.  Song 2:47

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