THE GIFT

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Rezension aus FALTER 28/2001

John Zorn zählt gewiss zu den produktivsten Geistern des zeitgenössischen Jazz, beschränkt sich aber zusehends darauf, seine Musik von ausgewählten Ensembles exekutieren zu lassen. Nach diversen Einspielungen unter dem Signum Bar Khokba greift Zorn auch auf "The Gift" auf bewährte Mitstreiter zurück. Dabei geht er weniger in Richtung Klezmerkammerjazz, sondern liefert Stücke von sehr gelassenem, unterkühltem Groove. Die Klangfarben von Marc Ribots Surf-Gitarre, Jamie Safts Keyboards (Wurlitzer Piano) oder Cyro Baptistas Perkussions sorgen für schwerelose, gut durchlüftete Relaxtheit oder evozieren jene Aura zwischen Verbot und Verlockung, die auch von den Nymphen ausgeht, die Trevor Brown, eine Art Helnwein gone Japan, für das Booklet geschaffen hat: Suggestiv aufgeladene Musik, die im Falle von "Mao's Moon" wie geschaffen scheint für einen Neo-Film-noir. Atmosphäre ist alles, weswegen John Zorn auf "Bridge to the Beyond" auch einen Gastauftritt am Theremin absolviert.

in FALTER 28/2001 vom 13.07.2001 (S. 53)


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