Elements of Poetry

von Oskar Aichinger

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Label: between the lines
Erscheinungsdatum: 23.03.2000

Rezension aus FALTER 14/2000

Gleich das erste Stück, "Poemia trois", evoziert den jazzigen Romantizismus einer Piano-Trio-Kultur, die von Leuten wie Bill Evans oder Keith Jarrett zu voller Blüte gebracht wurde; nach und nach aber verflüchtigt sich die ohnehin eher abstrakte Melodiosität: Der Bass (Achim Tang) pulsiert in engen Intervallen, mit wischenden Beserln folgt das Schlagzeug (Paul Skrepek jun.) dem Piano. Die Arbeit der Auflösung schreitet rasch voran: Springt einen das Thema gleich mit den ersten Takten an ("Elements of Poetry 1"), wird es auch schon wieder "zersetzt", taucht kurz wieder auf, weicht einem kollektiven Schwingen um Motivkerne. Von "nuclei" schreibt Oskar Aichinger auch in seinen liner notes - von simplen Elementen, aus denen die einzelnen Stücke zusammengesetzt sind und die immer wieder abgerufen werden können. Eine in sich kreisende Stop-and-go-Dynamik ("Elements of Poetry 2"), ein Hang zu repetitiven Patterns sorgen dafür, das balladeskes Erzählen nie wirklich aufkommt. Schade, denn hierin scheint doch ein keusch unterdrücktes Potenzial des Trios zu stecken.

in FALTER 14/2000 vom 07.04.2000 (S. 64)


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