SAILING TO PHILADELPHIA

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Rezension aus FALTER 44/2000

Wenn man sehr, sehr müde ist und in einem lauschigen Gastgärtlein mit einer ebenfalls sehr, sehr müden Maid an heißen Getränken nippt, kann das durchaus beischlafähnliche Wirkung haben. Es ist jedenfalls dem gemeinsamen Gesang mit Verwandten von Jerry Lee Lewis eindeutig vorzuziehen. Noch dazu, wenn es sich hiebei um müdes Abnudeln von gestrampften Hymnen aus Gasthäusern handelt, die man aus akustischen Gründen ohnehin meidet. Ein Tonträger für Menschen, die aufgrund ihrer bäuerlichen Abstammung und ihrer Tätigkeit als Mittelklassemusikkritiker eher die Skihüttenmusik von Otis Blackwell (dem Komponisten von "Große Eier von Feuer" ) bevorzugen. Wenn man der Regierung zum Trotz nicht sparen und trotzdem viel Geld für wenig Van Morrison verjubeln will, ist man beim Kauf der Mark-Knopfler-CD etwas besser beraten. Da gibt es ein paar Morrison-Gesangsspuren in bewährtem Knödelsound auf der Nummer "The Last Laugh". Der Rest ist bewährtes Gitarrengewurle, das als Hintergrundgeräusch für sehr, sehr müde Begegnungen durchaus geeignet ist.

in FALTER 44/2000 vom 03.11.2000 (S. 66)


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