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Rezension aus FALTER 27/2001

Auf dem 29 Sekunden langen Track "Njet" erinnert der russische Pianist Misha Alperin jemanden an das Verbot, auf die Straße zu laufen. Vermutlich deswegen, weil es sich bei den elf kurzen Stücken, die Alperin eines Nachts seinem mitlaufenden Tonband vorspielte, um strikte Indoors-Musik handelt: Kein Lärm darf ans Ohr des Hörers dringen und diesen von den sparsam gesetzten Tönen, nachhallenden Akkorden, traurigschönen Melodien und exquisiten Dissonanzen ablenken. Improvisierte Musik als Spontankomposition, impressionistisch und klar strukturiert, mitunter in eine etwas prätentiöse Simplizität ("Nostalgia") abgleitend. Mit dem in immer neuen Rhythmisierungen ansetzenden "Seconds" kommt etwas Schwung in das Album, verspielt tänzerische und folkloristisch angehauchte Elemente tauchen immer wieder auf - Momente, in denen "At Home" ein nocturnales Ballet mechanique für zwei Hände veranstaltet.

in FALTER 27/2001 vom 06.07.2001 (S. 55)


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