AIRPORTS FOR LIGHT

Derzeit nicht lieferbar

Rezension aus FALTER 19/2003

Was die Widmungswut anbelangt, kommt nur noch der Österreicher Franz Koglmann an den Amerikaner Ken Vandermark heran: Dessen jüngste neun Stücke sind so unterschiedlichen Personen wie dem Maler Gerhard Richter, dem Schauspieler/Regisseur John Cassavetes oder Kollegen wie Rahsaan Roland Kirk und Sonny Rollins zugeeignet. Immerhin weiß man, was man Curtis Mayfield schuldig ist: einen trockenen gelassenen Groove, der den Soul-Gott nicht kopiert, ihm aber bescheiden die Reverenz erweist. Dabei wechselt das Album fast systematisch zwischen extrovertierten und kontemplativen Stücken, in denen man auf eigenständige Weise verschiedene Spielarten von Sixties-Freejazz aufgreift, die die Verwendung tanzbarer Musikformen nicht scheuen, aber auch wunderbar entspannte, nachgerade in Westcoast-Manier swingende Kompositionen ("Both Sides") zu Gehör bringt. Einmal mehr erweist sich Vandermark als "keeper of the flame" einer Tradition, die hier auf unprätentiöse und postpostmoderne Weise fortgesetzt wird.

in FALTER 19/2003 vom 09.05.2003 (S. 62)


Bitte warten...

Sie haben folgendes Produkt in den Warenkorb gelegt:

{{var product.name}}


weiter einkaufen
zum Warenkorb