LIVE AT THE JAZZ BAKERY

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Rezension aus FALTER 4/2000

Dass sich die beiden Herrschaften, wie man so sagt, blind verstehen, beweisen sie mit einer Tour de Force, die von Ray Nobles Standard "The Touch of Your Lips" (den Chet Baker gerne zu hauchen pflegte) bis zu Wayne Shorter ("Nefertiti") und John Coltrane ("Equinox") reicht und auch beeindruckende Eigenkompositionen umfasst. Denny Zeitlin ist ein die ganze Tastatur und das Innere seines Steinway nutzender Piano-Rhapsode, ein Seelenverwandter von Bill Evans oder Keith Jarrett, der von zart hingetupften Begleitakkorden bis zu irrwitzigen Kaskaden alles in seinen zehn Fingern hat; auch verhilft er den Stücken wieder zu freischwingendem Melos, wenn Kompagnon Friesen, der ab und an auch gleich den Schlagzeuger ersetzt, sich - auf einzelnen Phrasen insistierend - gleichsam in den Bass verbohrt hat. Nicht ganz frei von schaustellerischer Virtuosität besticht dieses Duo aber nicht nur durch Fingerfertigkeit, sondern durch seine stupende Musikalität, ein raffiniertes Wechselspiel von Drive und Kontemplation, Swing und Abstraktion - man höre nur den Beginn von "Triptych"!

in FALTER 4/2000 vom 28.01.2000 (S. 57)


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