Further Complications

von Jarvis Cocker

€ 15,90
Lieferung in 2-7 Werktagen

Label: Rough Trade/Beggars Group
Format: CD
Genre: Pop englischsprachig
Umfang: 11 Tracks, Gesamtspielzeit 49:17 Min.
Erscheinungsdatum: 01.01.2011

Rezension aus FALTER 21/2009

Der Kaiser kapituliert, der Präsident palavert, der Terrorist droht, und der Große Vorsitzende erteilt den Schießbefehl. Mit Originaltondokumenten von Hirohito, George
W. Bush, Osama bin Laden und vom Tian'anmen-Massaker in Peking unterlegt Christian Utz (geb. 1969) seine Komposition "repercussion.camou­flage.report" und wendet sie so unversehens ins Politische. Der Kniff diene dem Ausdruck gegen Hass und Gewalt, sagt Utz, der damit zugleich "die Hilflosigkeit von Musik gegenüber der Wirklichkeit" eingesteht. Wer will da noch behaupten, die Neue Musik sei weltenfern?
Utz geht es in seinen Arbeiten gar um zwei Welten, genauer: um "Verknüpfungen, Koinzidenzen, Unvereinbarkeiten, Konflikte zwischen asiatischen und europäischen Hör-, Denk- und Schreibweisen". In den vier von buddhistischer Gelassenheit getragenen Kompositionen seines Albums "Transformed" (Spektral) führt er fernöstliche Instrumente wie die Mundorgel Sho, die Shaku­hachi-Flöte oder das zitherartige Kayagum mit Bassklarinette, Klavier, Geige, Cello und Live-Elektronik zusammen. Das Ensemble on_line und das Contemporary Music Ensemble Korea sind die feinhörigen Dolmetscher des westöstlichen Dialogs.
Gar nicht so weit entfernt von dieser meditativen Konzentration steht die Musik von Michael Amann (geb. 1964), auch wenn der Vorarlberger Komponist keinerlei Bezug zu asiatischen Traditionen nimmt. Sorgfältig realisiert von Weiping Lin (Violine), Julia Schreyvogel (Cello), Judit Varga und Christof Moser (Klaviere), wirken die sechs Stücke auf seinem Album "Nachklang" (Einklang) wie zart getupfte Klangfarbenmalereien. In ihrer – mitunter mikrotonal schillernden – Ruhe entfalten sie einen zauberhaften Reiz.
In den Zaubergarten sind Florian
Bogner, Sylvie Lacroix und Alexander Stankovski nicht gegangen, wohl aber in die freie Natur, deren Klänge sie für ihre Gemeinschaftskomposition "Landschaft mit Flöte" (Extraplatte) abgelauscht, elektronisch vergrößert und unter verschiedenen Perspektiven verarbeitet haben. Der akustischen Landschaftsvermessung stellen sie "künstliche Räume", geschaffen von Flöte und Elektroakustik, gegenüber. Auch hier verschwimmen die Grenzen zwischen zwei Welten – im Rauschen.

Sebastian Fasthuber in FALTER 21/2009 vom 22.05.2009 (S. 27)


Rezension aus FALTER 21/2009

Der Britpop-Dandy gibt 2009 den semi-geriatrischen Bartträger mit "Caucasian Blues" und dringenden sexuellen Bedürfnissen. An seinen Pulp-Hit "Common People" anschließend heißt es: "I met her in the Museum of Paleontology / And I make no bones about it." Und: "I wanna love you / Whilst we both still have flesh upon our bones." Von Steve Albini aufgenommen, präsentiert sich "Further Complications" als Jarvis-untypische, raue Rockplatte, die trotzdem Charme und Witz nicht vermissen lässt. Er hat auch schon einen Grabsteinspruch im Auge: "I never said I was deep."

Sebastian Fasthuber in FALTER 21/2009 vom 22.05.2009 (S. 27)

  Song-Titel
1.  Further Complications 3:16
2.  Angela 2:56
3.  Pilchard 4:01
4.  Leftovers 6:06
5.  I Never Said, I Was Deep 4:43
6.  Homewrecker! 3:18
7.  Hold Still 3:36
8.  Fuckingsong 3:00
9.  Caucasian Blues 3:08
10.  Slush 6:28
11.  You're In My Eyes (Discosong) 8:45

Bitte warten...

Sie haben folgendes Produkt in den Warenkorb gelegt:

{{var product.name}}


weiter einkaufen
zum Warenkorb