Together Through Life

von Bob Dylan

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Label: COLUMBIA D
Format: CD
Genre: Pop englischsprachig
Umfang: 10 Tracks, Gesamtspielzeit 45:27 Min.
Erscheinungsdatum: 24.04.2009

Rezension aus FALTER 18/2009

Gemeinsam mit Bob Dylan durchs Leben gehen? Aber immer. Allerdings nicht mit seinem jüngsten Album

Was The Church of Dylanology angenehm von anderen Sekten unterscheidet, ist ihr radikaler Individualismus: jeder sein eigener Hohepriester. Nach einem Konzert wissen manche von Dingen zu berichten, die His Bobness wirklich nur ihnen gesagt hat. Und mittlerweile funktioniert das sogar auf Konserve, wie Dylans soeben erschienenes Album "Together Through Life" beweist.

"Das Beste, Schönste und Größte, was der Meister in den letzten 30 Jahren seinem Publikum ausgeliefert hat", hatte Willi Winkler gehört, wie er in der SZ bekannte – wohingegen Caspar Llewellyn Smith in seinem
Guardian-Blog trocken anmerkte, dass Bob Dylans Begleitinterviews zu seinen Platten mittlerweile besser seien als diese selbst.
Dazwischen liegt ein weites Feld, wahr aber ist, dass "Together Through Life" schon gegenüber dem vor gut zweieinhalb Jahren erschienenen (allerdings nachhaltig guten) "Modern Times" deutlich abfällt.
Dabei beginnt es eigentlich recht vielversprechend: "Beyond Here Lies Nothin'" schiebt ziemlich gut an und weist dem Hörer den Weg (mit Quetsch'n und Trompete Richtung Mexiko). "Life Is Hard" ist – ein hübscher Kontrast – ein wehmütiger Walzer mit schraddelnder Mandoline und schluchzender Pedal Steel Guitar (etwa das, was auf "Modern Times" "When the Deal Goes Down" war). Und auf "My Wife's Home Town" (zu ergänzen: "is hell") erhebt der Blues sein ungekämmtes Haupt, und Dylan glänzt mit einem lakonisch-diabolischem "hahaha – hehehe".

Danach aber geht's bergab. "Together Through Life" kriegt den Arsch nicht mehr hoch und driftet in Richtung Tanznachmittag im Kleingartenverein mit Kaffee, Kuchen, Kandisin und Kostümzwang ab. Schon ist man bereit – halb versöhnt, halb erleichtert und obamamäßig optimistisch – ein kurzes, aber durchaus nicht kurzweiliges Album hinter sich zu lassen, da folgt auf die logische Schlussnummer "I Feel a Change Comin'" noch der Cajun-Schunkler "It's All Good".
Und das trifft diesmal leider nun wirklich nicht zu. 

Klaus Nüchtern in FALTER 18/2009 vom 01.05.2009 (S. 26)

  Song-Titel
1.  Beyond here lies nothin' 3:50
2.  Life Is Hard 3:39
3.  My Wife's Home Town 4:15
4.  If You Ever Go To Houston 5:48
5.  Forgetful Heart 3:42
6.  Jolene 3:50
7.  This Dream Of You 5:54
8.  Shake Shake Mama 3:37
9.  I Feel A Change Comin' On 5:25
10.  It's All Good 5:27

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