When I Take Your Hand

von Clara Luzia

€ 16,80
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Label: Asinella Records
Format: CD
Genre: Pop englischsprachig
Umfang: 9 Tracks
Erscheinungsdatum: 27.04.2018


Rezension aus FALTER 17/2018

Ein stiller See und eine Beatband aus der Hölle

Beatband aus der Hölle“ ist unter allen Pop-Marketingsprüchen gewiss nicht der schlechteste. Kreiert wurde er 1966 für die Slaves, die wildeste Wiener Gitarrenband ihrer Zeit. Ihre kurze Karriere fand vor allem in der Schweiz statt, wo drei Singles erschienen sind, für die Sammler heute Unsummen bezahlen. Gitarre spielte der 16-jährige Karl Ratzer, der in den 1970ern in die USA gehen und als Jazzer Karriere machen sollte. Seinem noch ganz anders tönenden Frühwerk ist die exzellente Vinyl-Zusammenstellung „Karl Ratzer. The Early Years“ (Schallter) gewidmet, die neben dem schmalen Werk der Slaves auch Psychedelik und Kuschelprog von Charles Ryders Corporation, C-Department und Gipsy Love enthält. Kundige Linernotes von Al Bird Sputnik komplettieren dieses Vorzeige-Reissue.
Eine Popgeneration später war die Rucki Zucki Palmencombo dran: Aus dem Punk hervorgegangen – Bernie Tragut hatte zuvor bei den legendären Rabauken Dirt Shit gespielt –, mischte das Trio Rock ’n’ Roll der frühen Jahre und Schlager, gespielt im Geiste von New Wave. Einer kurzen ersten Karriere folgte eine umso langlebigere Reunion, die mit der auf 100 Exemplare limitierten LP „Das Salz in der Suppe“ (Container Recordings) einen vorläufigen Höhepunkt erreicht: Tex Mex trifft auf traditionelles Liedgut („Is scho stü uman See“), lässiger Habitus auf versiertes Handwerk.
Bei Album Nummer sieben ist Clara
Luzia angekommen. Konzentriert auf neun Songs in knapp 30 Minuten, zählt „When I Take Your Hand“ (Asinella) zu den bislang stärksten Veröffentlichungen der Songwriterin mit der fragil-intensiven Stimme: Facettenreich produziert, steht nicht der melancholische Indiefolkpop von einst im Zentrum, stattdessen gibt sich Clara Luzia auch einmal angriffslustig, konterkariert Traurigkeit durch federnd-leichte Musik und probiert erfolgreich Neues; intensive Leisetretermomente kommen trotzdem nicht zu kurz.

Gerhard Stöger in FALTER 17/2018 vom 27.04.2018 (S. 36)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Karl Ratzer (Various)
Das Salz in der Suppe (Rucki Zucki Palmencombo)
Titelliste
1. 
On The Street
 
2. 
Bold Move
 
3. 
Running Out
 
4. 
The Story Of You & Me
 
5. 
When The Streets
 
6. 
Earth-Born
 
7. 
Mood Swing
 
8. 
Survival
 
9. 
I Remember You
 

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