Polychrome

von Gfrerer

€ 18,10
Lieferung in 2-7 Werktagen

Label: Lili Recor
Format: CD
Genre: Folk / Folklore
Erscheinungsdatum: 23.11.2018


Rezension aus FALTER 1-2/2019

Drei Songwriter, nachdenklich und aber auch heiter

Florian Horwath hat viele Gesichter. Der in Wien lebende Tiroler war und ist unter anderem Musikjournalist, DJ, Model, Schauspieler und Elektropopsänger; aktuell betreibt er im sechsten Bezirk eine „Kammer zur Erdung essenzieller Gegenstände“. In seiner Identität als Indie-Singer/Songwriter-Sonnyboy nennt sich Horwath nach fünf Platten unter bürgerlichem Namen nun The Big Howard. Davon sollte man sich freilich ebenso wenig verwirren wie vom schiachen Psychedelikfarbtopfunfall-Cover des Albums „Will“ (Lotterlabel) abschrecken lassen, denn die elf neuen Lieder sind durch die Bank unaufdringliche kleine Glücklichmacher. Intuition und unbedingte Unmittelbarkeit statt Handwerk und langwierige Tüftelei lautet wie gehabt das Credo. Leerläufe oder Verzettelungen bleiben dank der fokussierten Produktion dennoch aus, die forsch scheppernden Weltumarmungsohrwürmer entzücken wie die naiven Leisetreter.

Horwath nahm die Hälfte der Songs in Schweden auf, der steirische Musiker Matthias Forenbacher wiederum hat Teile seines gediegenen neuen Albums „Le Monde Diplomatique“ (Pumpkin) aus Italien mitgebracht. Sonnig klingen die fein gearbeiteten, mit einer Vielzahl an Gästen angerichteten und doch in keinem Moment überladenen Lieder aber kein bisschen. Americana mit europäischem Anstrich trifft Storytelling und Weltbeobachtung. Für Ausgelassenheit bleibt nur bedingt Platz, zwischendurch darf der Wolkenhimmel aber doch kurz aufreißen.

In die Berge seiner Heimat Kärnten hat sich der Bluesgitarrist und Songwriter Gottfried Gfrerer zurückgezogen, um allein mit einer Wagenladung voll alter Gitarrensammlerstücke, einem Mikrofon und einem Aufnahmegerät das akustische Album „Polychrome“ (Lili) einzuspielen. An Atmosphäre herrscht in den zwölf Stücken kein Mangel, und das Gitarrenspiel ist zwar virtuos, allerdings auf selbstverständliche, fast beiläufige Art unaufdringlich.

Gerhard Stöger in FALTER 1-2/2019 vom 11.01.2019 (S. 30)


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