Echt Gute Böse Lieder

von Sir Tralala

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Label: SCHALLTER
Format: CD
Genre: Pop englischsprachig
Umfang: 9 Tracks, Gesamtspielzeit 46:30 Min.
Erscheinungsdatum: 07.09.2018

Rezension aus FALTER 37/2018

Das ist alles sehr seltsam, aber hier ist seltsam gut

David Hebenstreit alias Sir Tralala zählt zu den großen Charakterköpfen der Wiener Popszene. Seit gut 15 Jahren mit dabei, macht es der in Kärnten aufgewachsene Musiker aber weder sich noch dem Publikum leicht; Konzerte verknüpfen Momente eindringlicher Emotionalität (die Musik!, der Gesang!) oft nahtlos mit Fremdschämattacken (die Zwischenmoderationen!). Sir Tralala ist ein Getriebener seiner Ambitionen, ein Genie mit der Neigung zur Kindsköpfigkeit.

Das unter dem Einfluss schattenweltlichen US-Liedguts entstandene neue Album erkundet mit deutschen Dialekttexten neues Terrain; sein Titel „Echt gute böse Lieder“ (Schallter) klingt konstruiert – und legt die Latte unnötig hoch. Die in langwieriger Tüftelei im Alleingang eingespielte Musik verbindet Americana, Schroffrock, Elektronik und Kunstlied, die von Reimzwang und konventioneller Bauart befreiten Texte bieten tatsächlich das Gegenteil sonniger Frohnaturigkeit. Das ist zuerst einmal irritierend, in seiner unbedingten Eigenwilligkeit aber auch reich an tollen Momenten.

Wiens aktuell produktivstes Do-it-yourself-Label Cut Surface feiert sein zweijähriges Bestehen mit der Werkschau „Compilation B“. Verbunden in scheppernder Kunstsinnigkeit, einen die 20 Beiträge No Wave, Rockabilly, Düsterkram und Dröhnung, verspielten Minimalismus, geradliniges Gepunke, Weggetretenes und kühle Tanzmusik für schlecht Gelaunte.

Ganz anders ist der Jubiläumssampler „No. 100“ gestimmt, mit dem der steirische Allround-Kulturarbeiter Wolfgang Pollanz auf Doppel-Vinyl die Katalognummer 100 seines Labels Pumpkin Records feiert. Der kurzweilige Rundgang durchs Archiv bietet Singer/Songwriter, Folk, Indiepop und sanftes Experiment, Frühlingsblumenwiese, Sommerregen und Herbstnebel. Die erste Platte versammelt englisch-, die zweite deutschsprachiges Liedgut; und Son Of The Velvet Rat liefert mit zwei ungewöhnlichen Beiträgen die Klammer.

Gerhard Stöger in FALTER 37/2018 vom 14.09.2018 (S. 34)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Compilation B (Diverse)
No. 100 (Diverse)
  Song-Titel Interpret
1.  Der uroide Wanderer 4:57 Sir Tralala
2.  Biachl 4:41 Sir Tralala
3.  I sauf 6:07 Sir Tralala
4.  Hundsblues 3:45 Sir Tralala
5.  Schiach 2:55 Sir Tralala
6.  Stirb langsam 6:00 Sir Tralala
7.  Du liebe Sau 6:55 Sir Tralala
8.  Zombie 3:56 Sir Tralala
9.  Zwerndorf 2.0 7:14 Sir Tralala / Helm, Pepi

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