Dun Field Three

von Dun Field Three

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Label: NOISE APPEAL RECORDS
Format: CD
Genre: Metal
Umfang: 9 Tracks, Gesamtspielzeit 35:08 Min.
Erscheinungsdatum: 12.04.2019


Rezension aus FALTER 14/2019

Nachtseitige Klänge von R&B bis Lärm

Langsam groovender Soul/R&B gilt gemeinhin als Schlafzimmermusik, zu der man sich gut sexy fühlen kann. Es gibt jedoch auch die grüblerische Version, in der es darum geht, dass das singende Ich die halbe Nacht wach liegt, weil die Gedanken ständig kreisen. Eher in die zweite Kategorie gehört die heimische Sängerin Soia, die ohne großes Tamtam bereits zwei Alben veröffentlicht hat. Ihr drittes heißt „Where Magnolia Grows“ (Beat Art Department) und ist gerade erschienen. Atmosphärisch sehr gelungen, sind die Beats gut abgehangen, einzig die Songs könnten noch ein wenig mehr auf den Punkt kommen.

Wenn in Österreich jemand weiß, dass Pop von Illusionen lebt, dann der Film- und Musikkritiker Christian Fuchs. Obwohl inzwischen über 50 und ein ewiger Nichtsänger, lässt er sich seinen alten Traum von der Popmusik nicht nehmen. Warum auch? Seine übergroße Obsession gleicht vieles aus. Nach Anfängen im Zeichen von Noise mit der Band Fetish 69 und dem Versuch, mit Bunny Lake guten, tanzbaren Mainstream-Pop zu produzieren, ist das aktuelle Projekt Black Palms Orchestra sein amerikanischer Traum: endlose Highways, Trailerpark-Trash und düsterer Glamour inklusive. „Tropical Gothic“ (Seayou) beginnt mit groovigem Rock ’n’ Roll im Stil von U2 zu „Achtung, Baby“-Zeiten sehr stark. Leider verliert es dann zunehmend an Tempo und tappt textlich in so manche Klischeefalle.

Stilistisch durchaus ähnlich, aber räudiger geht es die neue Band Dun Field Three auf ihrem gleichnamigen Album an. Die Mitglieder sind alte Szenebekannte aus Bands wie Ash My Love. Sie huldigen dem Rock ’n’ Roll in seiner nachtseitigen, von Lärm und Dämonen gekennzeichneten Variante. Seit den wilden Zeiten von Nick Cave & The Bad Seeds wurde das so oder so ähnlich tausend Mal gespielt. Dun Field Three setzen es derart unverkrampft und lässig um, dass man es trotzdem gerne hört.

Sebastian Fasthuber in FALTER 14/2019 vom 05.04.2019 (S. 33)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Where Magnolia Grows (Soia)
Tropical Gothic (Black Palms Orchestra)
Titelliste
1. 
Lion
3:49
2. 
Rosie
3:07
3. 
Zombie
4:20
4. 
Fade to gray
5:06
5. 
Gone
3:50
6. 
Blood river
3:47
7. 
Sandy Sandy Sandy
3:27
8. 
Sins
3:35
9. 
Ready
4:07

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