Woodstock
3 Days of Peace and Music

von Michael Lang

€ 56,50
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Verlag: RAP Reel Art Press
Format: Hardcover
Genre: Musik
Umfang: 288 Seiten
Erscheinungsdatum: 18.07.2019


Rezension aus FALTER 33/2019

Zum 50er: Ein Bildband blickt nostalgisch auf Woodstock zurück

Tageskarten haben sieben Dollar gekostet, Zweitagestickets 13, den Festivalpass gab es für schlappe 18. Scheck ins Kuvert, dazu ein frankierter Rücksendeumschlag und ab die Post an die New Yorker Adresse von Woodstock Music, so lief das 1969 beim ersten großen Rockfestival, das US-weit beworben wurde. Woodstock hieß es, obwohl es letztlich in der Kleinstadt Bethel stattfinden sollte; der Untertitel „3 Days of Peace & Music“ stimmte auch nicht ganz.

Das von 15. bis 17. August angesetzte Festival dauerte bis zum Morgen des 18. Erst da zerfetzte Jimi Hendrix mit seiner Gitarre die US-Hymne und setzte so den Schlusspunkt unter das vielleicht spektakulärste Ereignis der Popgeschichte. Außerdem fehlte im Untertitel der dritte zentrale Aspekt an Woodstock: das Chaos.

Gut 400.000 Menschen waren gekommen, viele ohne Ticket. Es gab zu wenig Essen, Getränke und Sanitäranlagen, dafür zu viel vom endlosen Regen. Nur 20.000 Unerschütterliche erlebten Hendrix’ Auftritt mit, der Rest sah ihn, wie Millionen weltweit, in Michael Wadleighs Oscar-prämierten Dokumentarfilm über Woodstock.

Zum 50-jährigen Jubiläum hat der Musikproduzent Michael Lang, 74, einen großformatigen Bildband mit Materialien aus seinem Archiv gefüllt, er wirft einen nostalgischen Blick zurück auf das von ihm mitveranstaltete Festival. Natürlich enthält es tolle Motive, fröhliche Hippies mit ihren Autos am Straßenrand etwa und vier Seiten weiter eine grantige alte Frau, die den Dreck wegkehrt; „Hippies versinken in Meer aus Schlamm“ als Zeitungstitelblatt und dann ein Foto ausgelassener Festivalbesucher beim Schlammrutschen oder der The-Who-Sänger Roger Daltrey und Funk-Freak Sly Stone im Fransen-Partnerlook. Mehr als „Schön war’s, super war ma“ ist als Erkenntnisgewinn aber nicht drin.

Ein ungleich spannenderes Buch zum Thema haben Langs Geschäftspartner Joel Rosenman und John Roberts bereits 1974 veröffentlicht. 2009 ist „Making Woodstock“ zum Vierziger erstmals auf Deutsch erschienen, versehen mit dem bissigen Untertitel „Ein legendäres Festival und seine Geschichte (erzählt von denen, die es bezahlt haben)“.

Gerhard Stöger in FALTER 33/2019 vom 16.08.2019 (S. 35)


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