Der taubenblaue Drache

von Kurt Vonnegut

€ 20,50
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Übersetzung: Harry Rowohlt
Verlag: Kein & Aber
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Historische Romane, Erzählungen
Umfang: 398 Seiten
Erscheinungsdatum: 25.02.2009

Rezension aus FALTER 24/2009

Der große US-Autor, Humanist und Humorist Kurt Vonnegut ist vor zwei Jahren leider von uns gegangen. Aus zwei Bänden mit Kurzgeschichten ("Armageddon in Retrospect", "Bagombo Snuff Box") aus den frühen Jahren des "Slaughterhouse-Five"-Autors hat dessen deutsche Stimme Harry Rowohlt einen wohl allerletzten Farewell-Band gezaubert. Auffällig ist, wie sich der Krieg als Thema durch die Geschichten zieht. Vonnegut, dessen Vorfahren aus Deutschland kamen und sich in Indiana niederließen, war gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in Dresden und erlebte die Zerstörung der Stadt mit, bei der in einer Nacht mehr als 100.000 Menschen starben.
"Ich war da", heißt es hier noch einmal. Der Kummer darüber hat den Mann, dessen Alter Ego Kilgore Trout zeitweilig fast so berühmt war wie er selbst, immer wieder in Depressionen getrieben. Aber er hat auch sein Schreiben entscheidend geprägt: Aus Verzweiflung wurde Vonnegut zu einem der bedeutendsten Satiriker des 20. Jahrhunderts. Zynismus war ihm fremd, sein bis ins hohe Alter jugendlich gebliebenes Herz ließ ihn zum Lieblingsautor junger Menschen auf der Suche nach dem rechten Weg werden. Und um einen Tipp war er nie verlegen: "Mein Rat für angehende Schriftsteller? Benutzt keine Semikola! Sie sind hermaphroditische Transvestiten und stehen für haargenau nichts."

Sebastian Fasthuber in FALTER 24/2009 vom 12.06.2009 (S. 21)


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