Atmen
Wie die einfachste Sache der Welt unser Leben verändert

von Jessica Braun

€ 20,60
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Verlag: Kein & Aber
Format: Hardcover
Genre: Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft
Umfang: 368 Seiten
Erscheinungsdatum: 15.04.2019


Rezension aus FALTER 33/2019

Atmen ist nicht einfach in einer atemlosen Welt

Wir alle tun es ununterbrochen, aber die wenigsten könnten erklären, was dabei vor sich geht – beim Atmen. Wie Herzschlag und Verdauung läuft diese lebenserhaltende Tätigkeit unbewusst ab, im Gegensatz zu diesen lässt sie sich aber auch bewusst beeinflussen. Durch den Atemprozess wird jede einzelne Zelle mit Sauerstoff versorgt. Er verbindet Außen- und Innenwelt und hat nicht nur etwas mit dem Körper, sondern auch mit der Psyche zu tun. Das macht ihn für Jessica Braun „zu einer grandiosen Fähigkeit: beim Sport, im Berufsleben, ja sogar in der Liebe.“

Braun ist als Journalistin für Die Zeit, Süddeutsche Zeitung und Glamour tätig und hat erfolgreiche Bücher verfasst, zuletzt „Träum schön. Reisetagebuch für die Nacht“ (2018). In „Atmen. Wie die einfachste Sache der Welt unser Leben verändert“ lernt man nicht nur jede Menge Theoretisches über den komplexen Vorgang des Luftholens, sondern begleitet die Autorin auch auf einer persönlich motivierten Suche. „Ich denke, dass die Beschäftigung mit dem Atem uns den Ausweg aus der atemlosen Gesellschaft zeigen kann, zu der wir geworden sind. Mit Hilfe von über Jahrtausende erprobten Techniken und neuesten Erkenntnissen aus dem Labor können wir uns Luft verschaffen.“

Mit einer stupenden Recherchearbeit und der unterhaltsamen Vermittlung ihrer Erkenntnisse gelingt es Braun tatsächlich, diesen zunächst überzogen klingenden Anspruch einzulösen. Dabei begleitet man sie nicht nur zurück zur „Ursuppe“, in der das Leben entstand, und durch die Wissenschaftsgeschichte, sondern auch zum japanischen Bogenschießen Kyudo, zu einem Biathlon-Crashkurs, zum Ap-
noetauchen ohne Sauerstoffgeräte, in die dünne Luft des Großvenedigers, zum Yoga mit seinen lang erprobten Atemübungen und zur Meditation sowie in eine Stimmklinik, zu einer Lungen-OP, einer Domina, in ein Schnarchlabor, zur Atemgasanalyse und schließlich in ein Hospiz. Zum Schluss gibt es ein paar Atemübungen.

Umfassender und spannender lässt es sich kaum über die anscheinend einfachste Sache der Welt informieren!

Kirstin Breitenfellner in FALTER 33/2019 vom 16.08.2019 (S. 39)


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