Meine Augen sind hier oben

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Kurzbeschreibung des Verlags:

Auch wenn die 15-jährige Greer nicht gern im Mittelpunkt steht, könnte sie wetten, dass andere Leute oft über sie reden. Nicht über sie als Person, nicht darüber, dass sie ein Mathe-Ass und verdammt witzig und klug ist. Sondern über ihre Brüste, die sehr groß und ihr in jeder Hinsicht im Weg sind. Beim Schulsport, beim Kleiderkauf, beim Flirten mit einem Jungen. Sie sind ihr dabei im Weg, sie selbst zu sein. Erst als sie ihr Talent für Volleyball entdeckt, Teil einer Mannschaft wird und Jackson kennenlernt, wird Greer klar: Es lohnt sich, aus dem Versteck ihres übergroßen Hoodies auszubrechen. Es lohnt sich sogar sehr!

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FALTER-Rezension

Volleyball, Feminismus und übergroße Brüste

Die 15-jährige Greer ist stolz auf ihre Intelligenz, aber übergroße Brüste machen ihr das Leben schwer. "Doria und Donna" belasten ihren Rücken und ihre Gedankenwelt. Greer vermeidet Menschenansammlungen und zieht im Klassenzimmer, wo die Jungs "BOOBS" auf ihren Taschenrechnern schreiben, die Schultern nach vorne. Niemandem kann sich der Teenager anvertrauen. Gefühle versteckt Greer in ihrem grauen Pulli. Flirtversuche erstickt sie mal im Keim, mal reagiert sie schlagfertig sarkastisch. Bis Jackson Oats, der "Neue", an der Kennedy High auftaucht.

Mit ihrem Jugendbuchdebüt "Meine Augen sind hier oben" tritt Laura Zimmermann den Beweis an, dass ein feministischer Entwicklungsroman am Schauplatz High School funktionieren kann. Ihre Handlung ist ganz in der Jetztzeit verankert. Lauras Lehrerin hat 110.000 Follower auf einem Pinterest Food-Blogging, und es gibt Robotik-Wettbewerbe.

Der selbstironische, überdrehte Stil des Buches erinnert ein bisschen an die "Gilmore Girls", aber Greer, ihre beste Freundin Maggie und das Volleyballteam sind, was Bodyshaming und Hass im Netz angeht, aufgeklärt. Das Winterballkleid kauft Maggie secondhand, die Haare färbt sie aus Protest grün. Sie kämpft gegen tradierte Rollenbilder, Uniformismus und für die Kunstfreiheit.

Mit Witz und Verve verhandelt die Autorin komplexe Themen wie Gruppendynamik, Einfühlungsvermögen und Hilfsbereitschaft und erweckt Charaktere anhand ihrer Handlungen und Eigenschaften zum Leben. Etwa oberflächliche, besserwisserische Eltern, die Volleyball-Kapitänin Jessa Timms als fleischgewordenen Teamgeist oder die zarte Quinlan, der viele Umzüge zu schaffen machen. Sie lernt schon im Volksschulalter kennen, was Depressionen bedeuten.

Nach und nach erkennt Greer, dass sie mit ihrer Unsicherheit und Selbstzweifeln keineswegs allein ist. Je offener sie wird, desto weniger steht sich Greer im Weg. Sie freundet sich mit ihrem Körper an und vertraut ihm am Schluss dieses aufbauenden Buches wie zuvor nur ihrem Verstand.

Juliane Fischer in Falter 38/2021 vom 24.09.2021 (S. 32)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783038800408
Ausgabe 1. Auflage
Erscheinungsdatum 21.08.2020
Umfang 336 Seiten
Genre Kinder- und Jugendbücher/Jugendbücher ab 12 Jahre
Format Hardcover
Verlag Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG
Empf. Lesealter ab 14 Jahre
Übersetzung Barbara König
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