Die Darwin-DNA
Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt

von Sean B. Carroll, Sebastian Vogel

Derzeit nicht lieferbar

Verlag: S. Fischer
Erscheinungsdatum: 01.10.2008

Rezension aus FALTER 42/2008

Genmutationen werden kontrolliert herbeigeführt, und zwar bevor die Umweltbedingungen sich ändern. Treten dann "Stressoren" wie etwa Dürre oder neue Feinde auf, vermag der Organismus entsprechend schnell zu reagieren. Diese Reaktion ist auch der entscheidende Mechanismus für die Entstehung neuer Arten, die natürliche Selektion spielt eine sekundäre Rolle. Bauer steht hier auf der Seite der Saltationisten, die schnelle, eben sprunghafte Entwicklungen neuer Spezies annehmen, zwischen denen lange Phasen der Artenstabilität liegen.
Die Erforschung des menschlichen Genoms wird noch so manche Überraschung liefern. Ob sich diese erstaunlichen Mechanismen der Selbstadaption des Erbguts tatsächlich am besten mit Bauers Schlagworten Kommunikation, Kooperation und Kreativität beschreiben lassen, wird sich weisen. Auch Bauer ist einem Zeitgeist verpflichtet, einem harmonie- und sinnbedürftigen nämlich, auch wenn dieses gemeinschaftliche Ziehen an einem DNA-Strang uns sympathischer erscheinen mag als der gnadenlose Wettkampf einzelner Gene.
Die Debatte ist noch im vollen Gange. So legt der US-Molekularbiologe Sean Carroll mit "Die Darwin-DNA" einen, wie Bauer sagen würde, "dogmatischen" Überblick vor, in der Mutation und Selektion fröhliche Urständ feiern. Statt "Abschied vom Darwinismus" heißt es bei Carroll: "Wie die neueste Forschung die Evolutionstheorie bestätigt". Das Darwin-Jahr 2009 kann kommen.

Oliver Hochadel in FALTER 42/2008 vom 17.10.2008 (S. 54)


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