Die toten Seelen
Ein Poem

von Nikolai W Gogol, Angela Martini

€ 10,30
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Übersetzung: Wolfgang Kasack
Verlag: Reclam, Philipp
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Hauptwerk vor 1945
Umfang: 597 Seiten
Erscheinungsdatum: 26.03.2009

Rezension aus FALTER 14/2009

"Und welcher Russe würde eine schnelle Fahrt nicht lieben?" Es ist nicht das einzige Gogol-Zitat, das Eingang in die russische Alltagssprache fand. "Es gibt dort nur einen einzigen rechtschaffenen Menschen – den Staatsanwalt; wenn man's aber genauer betrachtet, so ist selbst der ein Schwein." Wie alle Bücher von Nikolai Gogol hat auch sein Hauptwerk, "Die toten Seelen" (1842), einen unverkennbar religiösen Subtext. Ein wenig Dandy, ein wenig Einfaltspinsel, fährt der Protagonist, Kollegienrat Pawel Iwanowitsch Tschitschikow, Gutsbesitzer in eigenen Angelegenheiten, in Begleitung seines Dieners Petruschka in der Gouvernementsstadt NN vor – im "preiselbeerfarbenen rotgesprenkelten Frack".
Was folgt, sind eine Menge Hochstapelei, Verführung, viel Verwirrung und Landschaft. Nach zehn Kapiteln erfährt man, dass die "toten Seelen" der Leibeigenen an den Staat verkauft werden sollen. Die als göttliche Komödie Russlands im Zeitalter der Industrialisierung geplante Satire rast wortspielerisch auf eine Heiligenlegende zu. "Russland, wohin jagst du, gib Antwort? Es gibt keine Antwort. In wunderbaren Tönen erklingt das Glöckchen; es fliegt alles vorbei, was es auf der Erde gibt, und mit scheelem Blick treten die anderen Völker und Staaten beiseite und machen ihm Platz."

Erich Klein in FALTER 14/2009 vom 03.04.2009 (S. 20)


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