Wissenschaft und Anti-Wissenschaft

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Verlag: Springer Wien
Genre: Geisteswissenschaften
Erscheinungsdatum: 05.04.2000

Rezension aus FALTER 21/2000

In den letzten Jahren war das Nachdenken über die Wissenschaften von den so genannten "Science Wars" überschattet - einem eher entbehrlichen Streit zwischen einigen Natur- und Kulturwissenschaftlern, u.a. über die Geltung ihrer jeweiligen Erkenntnisse. Bereits zuvor, im Jahr 1993, veröffentlichte Gerald Holton einen Band mit Aufsätzen, die diese Polemiken mitprägten. Der Harvard-Wissenschaftshistoriker schrieb über den Einfluss Ernst Machs in den USA oder die Rhetorik Einsteins und ging im titelgebenden Aufsatz "Wissenschaft und Anti-Wissenschaft" auch kritisch auf die "Delegitimatoren" der Naturwissenschaft ein: auf die feministische Wissenschaftstheorie ebenso wie New-Age-Denker und postmoderne Wissenschaftsbeobachter. Damals war das zumindest zeitgeistig; heute mutet es etwas überholt an.Aktueller ist da schon der US-amerikanische Mathematiker John L. Casti, der sein Buch gleich mit der Sokal-Affäre, der bekanntesten Schlacht der Sciene Wars beginnt. Ansonsten geht "Paradigms Regained" auf jenen Bestseller zurück, den der TU-Gastprofessor vor zehn Jahren unter dem Titel "Paradigms Lost" veröffentliche. In beiden Werken wird versucht, Schlüsselfragen der zeitgenössischen Wissenschaften (werden Computer denken können? Gibt es intelligente extraterrestrische Wesen? Wie sehr ist unser Verhalten durch die Gene bestimmt?) in Form von "Gerichtsverhandlungen" zu klären. Das neue Werk informiert darüber, was im vergangenen Jahrzehnt an neuen "Beweismaterialien" dazukam - und was Casti (mehr über den Wahlwiener im nächsten heureka) zu seinem eigenen Paradigmenwechsel in Sachen Paradigmen bewegte.

Klaus Taschwer in FALTER 21/2000 vom 26.05.2000 (S. 70)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Paradigms Regained (John L. Casti)

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