Feigen, die fusseln
Entfessle den Dichter in dir

von Stephen Fry

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Übersetzung: Birke Bossmann
Übersetzung: Susanne Grübl
Übersetzung: Christina Matthies
Übersetzung: Gabriele Schrettle
Übersetzung: Birgit Schwan
Übersetzung: Christine Voland
Übersetzung: Christine Wiesmeier
Übersetzung: Anne Bussmann
Übersetzung: Christel Klink
Übersetzung: Sandra Meder
Übersetzung: Jens Müller
Übersetzung: Karin Sleuser
Übersetzung: Maike Walter
Übersetzung: Andreas Mahler
Verlag: Aufbau Verlag
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Essays, Feuilleton, Literaturkritik, Interviews
Umfang: 475 Seiten
Erscheinungsdatum: 17.09.2008

Rezension aus FALTER 52/2008

Bekanntlich neigt der Brite zur Exzentrik. Im 1957 geborenen Stephen Fry findet er eine besonders typische Ausprägung. Der Mann ist Schauspieler, Komödiant, Drehbuchautor und Schriftsteller. Als Bühnen­autor wurde er Millionär, ehe er 30 war. Zuvor saß er ein paar Monate wegen Kreditkartenbetrugs im Gefängnis.
Fry ist manisch-depressiv, jüdisch und schwul, das Letzte aber laut Schauspielerkollegin Emma Thompson "nur zu 90 Prozent". Er gehörte zu jenen 130 jüdischen Intellektuellen, die deklarierten, dass sie Israel nicht für unkritisierbar halten. In seinem Technik-Blog gesteht Fry, stets nur mit Notebook, drei Blackberrys, mehreren iPhones, Speichermedien und diversen Laufwerken zu reisen.
So einem traut man alles zu, nicht wahr? Alles. Sogar ein Buch über Lyrik. So ungewöhnlich, wie es für unsere Ohren klingt, ist das nicht. England und Amerika haben ein entspannteres Verhältnis zur Poesie als wir. Es ist nicht so lange her, dass ein amerikanischer Präsident sich zur Inauguration von Robert Frost eine eigens von diesem gedichtete Ode vortragen ließ, und in Großbritannien existiert nicht nur die Einrichtung des "poet laureate", also des Hofpoeten, sondern auch das Schulfach "Poetry".
Lyrik, das ist Fry zufolge nicht Ausdrucksschmus, sondern zuerst einmal Form. Erst wenn wir die Formen kennen, können wir sie brechen. Also lernen wir Formen. Fry lehrt sie so witzig, trocken und unprätentiös, wie das nur ein Brite kann. Etwas Disziplin ist dazu erforderlich; wie ekelhaft süß muss dieses lebenslange Leiden an seiner eigenen College-Erziehung sein!
Rigoros fordert uns Fry auf, den Bleistift zur Hand zu nehmen und zu dichten, uns unsere eigenen Verse laut vorzulesen und so das Handwerkszeug zu lernen, mithilfe dessen Poesie erst entstehen kann. Die Beispiele sind erhellend und witzig, Frys Kenntnis des lyrischen Bestands umfassend. Die zahlreichen Übersetzer stammen übrigens aus einem Graduiertenkolleg für literarisches Übersetzen an der Uni München und machen ihre Sache, vom Buchtitel einmal abgesehen (Englisch: "The Ode Less Travelled"), gut.

Armin Thurnher in FALTER 52/2008 vom 26.12.2008 (S. 27)


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