Ist es nicht schön hier

Storys
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Kurzbeschreibung des Verlags:


Ein großartiges Buch über das Leben in China heute – von einer spektakulären neuen Stimme
»Ein mutiges und tiefes Debüt.« Süddeutsche Zeitung
»Zeigt meisterhaft die Schönheit und Widersprüchlichkeit von China heute. Virtuose Gesellschaftskritik und Liebeserklärung zugleich.« Elle
Ein junger Mann wird erfolgreicher Gamer, während seine Schwester Lulu im Netz die kommunistische Regierung kritisiert, bis sie von der Polizei abgeholt wird. Eine junge Frau arbeitet als Hotline Girl bei einem Callcenter im Beschwerde-Management und hat unverhofft ihren früheren Lover in der Leitung. Und Xiaolei macht sich voller hochfliegender Träume auf den Weg in die Mega-City Shanghai, landet aber in einem Blumenladen. In ihrem Debüt erzählt Te-Ping Chen in zehn Storys vom Leben im Land der Superlative: China. Hellwach und mit genauem Blick für komische Momente zeichnet sie Figuren zwischen Tradition und Hypermoderne, die nach Halt und einem Zuhause suchen – rasant, irrwitzig, gut.






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FALTER-Rezension

Erzählungen über Wiener und China

Wer immer schon wissen wollte, wie sündhaft teure, standardmäßig mit Sauna ausgestattete Dachgeschoßwohnungen in bester Lage von innen aussehen, welche perversen Geheimräume alte Volksschauspieler in ihren Domizilen haben und wo sich in Wien gut Luxusfetzen dumpstern lassen, greife zu "Ausrasten". Mit ein, zwei Sätzen locker hingeworfene Settings, skurrile Situationen und szenisches Schreiben sind Stärken von Christopher Wurmdobler.

Der ehemalige Falter-Redakteur legt nach zwei poppig-queeren Romanen seinen ersten Erzählband vor. Er zeigt Schnappschüsse aus den Leben tendenziell schriller, im Grunde jedoch ganz normaler Wienerinnen und Wiener -Operettendiven, allein reisende Neunjährige, Theaterregisseure und so weiter. Einige Geschichten und Figuren sind lose miteinander verknüpft, was für Überraschungen sorgt. Kurzweilige Lektüre, auf Pointe geschrieben. SF

"Ist es nicht schön hier", nennt die Journalistin Te-Ping Chen ihr gelungenes literarisches Debüt. Das Fragezeichen fehlt. Zwangsumsiedlung, Militärparaden, Unterdrückung, Fabriksunfälle: Schön ist es eher nicht in den zehn Storys aus Chinas Gegenwart. Sie verhandeln Verschuldung, Generationenkonflikte und Leistungsdruck. In den Blumenstrauß an Themen steckt die Autorin zwischenmenschliche Stimmungsbilder einer toxischen Teenagerbeziehung oder Konflikte unter Geschwistern. Zwillingskinder sind Glückskinder. Sie schlugen der Ein-Kind-Politik ein Schnippchen.

Die diversen Charaktere sind scheu, abergläubisch, reserviert, ehrgeizig bis verbissen -etwa Cao Cao, der unbedingt Parteifunktionär werden möchte und der einen nudelschneidenden Roboter baut. Und es gibt auch solche wie Lulu. Sie ist reflektiert, steht für Meinungsfreiheit ein und übt Ungehorsam gegen den Staat.

Juliane Fischer in Falter 39/2021 vom 01.10.2021 (S. 32)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783351050818
Ausgabe 1. Auflage
Erscheinungsdatum 16.08.2021
Umfang 251 Seiten
Genre Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Format Hardcover
Verlag Aufbau
Übersetzung Anke Carolin Burger
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