China entdecken

von Birgit Zinzius

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Verlag: C.H.Beck
Format: Taschenbuch
Genre: Sachbücher/Geschichte/Regionalgeschichte, Ländergeschichte
Umfang: 172 Seiten
Erscheinungsdatum: 22.05.2007

Rezension aus FALTER 41/1999

Am 1. Oktober feierte China den 50. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik. Doch wer sind die Chinesen und was ist China? Ist der Drache eine Sphinx oder ein Verstehen möglich? Wer sich lesend dem drittgrößten und bevölkerungsreichsten Land der Erde annähern will, hat die Qual der Wahl. Entweder verzerrt die westliche Sicht oder der Blickwinkel der Dissidenten, die nur für einen kleinen Personenkreis relevant sind, die chinesische Wirklichkeit. Authentische Gegenwartsliteratur in deutscher Übersetzung ist rar. Außerdem hat sich China in diesem Jahrhundert so oft, so rasch und so dramatisch verändert, dass seine flüchtige Realität wohl am effizientesten mittels Reportage und Nahaufnahme einzufangen ist.
Genau diesen Weg sind Georg Blume und Chikako Yamamoto mit ihrer "Chinesischen Reise" gegangen. Während der letzten zehn Jahre haben die beiden Journalisten das Leben der Chinesen gelebt, etliche der 32 Provinzen besucht, sich dort mit Bauern und Arbeitern unterhalten, mit Studenten, Professoren, Künstlern und Managern. Sie eröffnen "Einsichten in ein China, in dem sich Sichuaner, Guangdonger und Henaner oft genauso voneinander unterscheiden wie Schweden, Deutsche und Spanier." Ob sie in ihrem Tibet-Kapitel ein klares Bild der komplizierten Lage zeichnen oder mit der letzten Jüdin von Kaifeng sprechen, ob sie mit ihren Wohnungsnachbarn feiern oder den uigurischen Garten Eden, Turfan, besuchen – Blumes und Yamamotos rotes Taschenbuch ist der Idealfall einer Annäherung an die vielen Einzelteile, die zusammen die Volksrepublik bilden.Durch die Vergangenheit die Gegenwart besser zu verstehen, ist das Ziel von Birgit Zinzius in ihrem Band "China entdecken". Sie konzentriert sich auf die gemeinsamen Nenner des 1,2-Milliarden-Volkes und beantwortet all die Fragen, die sich dem durchschnittlichen Chinareisenden oder -interessierten aufdrängen. So klärt sie darüber auf, dass der Chinese zwischen guter und schlechter Korruption unterscheidet, was die Sache mit dem Gesichtwahren oder -verlieren bedeutet, wie die Feinheiten der Kommunikation funktionieren und was es mit der berühmten Höflichkeit auf sich hat. Sie weist aber auch darauf hin, wie heutige Gepflogenheiten in der Vergangenheit wurzeln, und liefert zusätzliche historische, geografische und politische Grundinformationen. Ein praxisnaher Text, und so gesehen eine gute Ergänzung zur "Chinesischen Reise".

Mirjam Jessa in FALTER 41/1999 vom 15.10.1999 (S. 24)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Chinesische Reise (Georg Blume, Chikako Yamamoto)

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