Schwarzes Amerika
Eine Geschichte der Sklaverei

von Jochen Meissner, Ulrich Mücke, Klaus Weber

€ 27,70
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Verlag: C.H.Beck
Format: Hardcover
Genre: Sachbücher/Geschichte/Neuzeit bis 1918
Umfang: 320 Seiten
Erscheinungsdatum: 20.05.2008

Rezension aus FALTER 42/2008

Viele Historiker haben sich dem Sklavenhandel gewidmet. Die drei deutschen Autoren betrachten dieses düstere Kapitel globaler Handels­beziehungen aus einer unüblichen Perspektive: Sie zeigen, dass auch mitteleuropäische Regionen von der
Produktion von Tauschwaren für den Sklavenhandel stark profitierten. Deutsche Händler und Finanziers waren direkt am Sklavenhandel beteiligt. Die Ausrüstung von Sklavenschiffen wurde von Europas Eliten als zwar riskantes, bei Erfolg aber lukratives Investment betrachtet. Sogar von Philosophen wie John Locke oder Voltaire, die ihr Vermögen bei Sklaven­unternehmern mehrten.
"Schwarzes Amerika" gibt ­einen Überblick über den ­transatlantischen Sklavenhandel und das Leben in den Sklavengesellschaften der beiden Ame­rikas. Beeindruckend ist die Fülle an Details – etwa zur Sklavenbefreiung mit ihren oft quälend langsamen Fortschritten. So waren Kuba und Brasilien die letzten transatlantischen Staaten, die die Sklaverei formal abschafften: 1886 und 1888 – mehr als ein Jahrhundert nach dem heutigen US-Bundesstaat Vermont, der die Sklaverei bereits 1777 ächtete. Auch nach ihrem offiziellen Verbot verschwand die Sklaverei nicht: Organisierte Formen von Menschenhandel und Zwangsarbeit bringen bis heute weltweit enormen Profit ein, wenn auch außerhalb jedes Rechtssystems.

Karin Chladek in FALTER 42/2008 vom 17.10.2008 (S. 20)


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