Freud lesen in Goa
Spiritualität in einer aufgeklärten Welt

von Sudhir Kakar

€ 20,50
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Übersetzung: Katharina Poggendorf-Kakar
Verlag: C.H.Beck
Format: Hardcover
Genre: Sachbücher/Spiritualität
Umfang: 188 Seiten
Erscheinungsdatum: 17.03.2008


Rezension aus FALTER 11/2009

Was passiert, wenn man Freud durch das Nadelöhr einer anderen Kultur zieht, wie der indische Psychoanalytiker und Schriftsteller Sudhir Kakar das macht? Wo bleiben Vatermord und Ödipuskomplex in einer Gesellschaft, in der Muttergöttinnen wichtiger sind als ein Vatergott? In der der Mensch nicht als Individuum mit einer eigenen Persönlichkeit gilt, sondern als inter- und transpersonales Geschöpf, die seelischen Leiden nicht kulturell und psychologisch erklärt werden, sondern von externen Kräften herrührend wie etwa einem zornigen Gott oder dem Karma?
Das indische Selbst beschreibt Kakar als losgelöst von Raum und Zeit, den indischen Körper als offen gegenüber einer sozialen, spirituellen und kosmischen Umwelt. Der in Deutschland und den USA ausgebildete Kakar praktiziert Freuds Lehre in Indien, indem er die Glaubenssätze und Regeln des Wiener Meisters nicht orthodox interpretiert. Zusammen mit seiner Frau Katharina Kakar hat er zuletzt die Studie "Inder. Porträt einer Gesellschaft" (dt. 2006) publiziert. Auch in seinem neuen Buch setzt er sich mit dem Zusammenspiel von Psyche und Geist auseinander, mit dem Kampf zwischen Geist und Körper und stellt dabei die unterschiedlichen Zugangsweisen nicht gegeneinander, sondern beschreibt, wie sie einander ergänzen können.

Veronika Seyr in FALTER 11/2009 vom 13.03.2009 (S. 24)


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