Federnlesen

Vom Glück, Vögel zu beobachten
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Kurzbeschreibung des Verlags:


Draußen vor Ihrer Haustür gibt es einen Schatz. Wenn Sie nur einen Moment hinhören, dann entdecken Sie ihn. In Mauervorsprüngen, in Baumkronen, auf Wiesen und auf Fenstersimsen trillert, pfeift und schnarrt es - durch unsere heimischen Vögel. Begleiten Sie die preisgekrönte Journalistin Johanna Romberg ein Jahr lang dabei, wie sie die Welt der fliegenden Genies erkundet. Lernen Sie, ein Schneehuhn von einem Steinhuhn zu unterscheiden. Erfahren Sie, wie man aus einer Wolke von Zwitscherlauten das nadelfeine Trillern eines Erlenzeisigs heraushört. Und spüren Sie, wie Ihre Sinne mit jeder Beobachtung schärfer werden - und Sie selbst achtsamer und glücklicher. Ein tiefsinniges, wissensreiches und inspirierendes Buch über die Liebe zur Natur - und davon, was diese Liebe mit uns macht


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FALTER-Rezension

Wir machen die Welle für die Heckenbraunelle

Es ist wahrlich das Buch der Stunde! Denn zum einen schlägt nun, da die Wälder bereits nach Bärlauch stinken, aber noch nicht belaubt sind, die Stunde der Birdwatcher (siehe auch Artikel auf Seite 52); zum anderen ist „Federnlesen“ fraglos eines der schönsten Bücher in diesem belletristisch dürren Bücherfrühling. Johanna Romberg (Jg. 1958) hat als Reporterin für Geo gearbeitet und zweimal den Egon-Erwin-Kisch-Preis abgeräumt, und wer ihr jüngstes Buch liest, versteht das: Die Frau kann einfach schreiben. Statt seitenlang Statistiken zu zitieren und apokalyptische Szenarien breitzutreten (wie es der gewiss immens kompetente Peter Berthold zuletzt in seinem Bestseller „Unsere Vögel“ getan hat), verbindet sie persönliche Erlebnisse und Erinnerungen elegant mit den Erfahrungen von Spezialisten, die sie aufgesucht hat.
Zum Beispiel Patrick Kretz, Zimmermann und Vogekundler, der die Autorin durch Mühlheim führt und ihr die Augen dafür öffnet, dass die Brachen und Bodendeponien der Stadt eine unglaublich reiche Vogelfauna beherbergen: Bluthänflinge, Dorngrasmücken, Heckenbraunellen, Sumpfrohrsänger, die von Kretz liebevoll „Fluffis“ genannten Flussuferläufer und sogar Wanderfalken in den Lüftungsnischen der Malzfabrik. Leitsatz des Ruhrpott-Birders Kretz: „Geh dahin, wo et schäbbich ist!“
Eingebettet sind dergleichen Begegnungen in die Leiterzählung aus Rombergs Kindheit, in der sie mithilfe des Kosmos-Führers „Was fliegt denn da?“ von den Eltern dazu verlockt wurde, ihre „Wanderunlust“ zu überwinden. Seitdem beschäftigt die Autorin die Frage, ob die Silhouette, die sie im Juni 1964 in den Kärntner Alpen erspäht hat, diejenige eines Stein- oder eines Schneehuhns gewesen sein mag.
In leichtfüßigem und ­humorvollem Ton (der Gesang der Heckenbraunelle wird als „ein monotones Quietschen wie von einer ungeölten Schubkarre“ beschrieben) führt „Federnlesen“ überzeugend vor, dass das mitunter auch frustrierende Birdwatching (und -listening!) kein Höchstleistungssport ist, sondern nichts weniger bietet als ­Bewusstseinserweiterung für jedermann.

Klaus Nüchtern in Falter 15/2018 vom 13.04.2018 (S. 32)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783431040883
Ausgabe 4. Aufl. 2018
Erscheinungsdatum 23.02.2018
Umfang 304 Seiten
Genre Sachbücher/Natur, Technik/Biographien, Autobiographien
Format Hardcover
Verlag Ehrenwirth
Illustrationen Florian Frick
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