Lea
Novelle

von Pascal Mercier

€ 22,70
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Verlag: Hanser, Carl
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Umfang: 256 Seiten
Erscheinungsdatum: 11.05.2007

Rezension aus FALTER 21/2007

Wie viel im Leben bestimmt das Schicksal und welcher Freiraum bleibt dem Einzelnen, sein Glück zu machen? Große Fragen, die man sich - sind erst der Hunger gestillt und der Durst gelöscht - ja auch mal stellen kann. Die Menschen tun das gerne, der Erfolg von Peter Bieri beweist es. Der Schweizer Philosoph verhandelt solche Themen sowohl in seinem Sachbuch "Das Handwerk der Freiheit" (2001) als auch in seinen belletristischen Texten, die unter dem Pseudonym Pascal Mercier erscheinen. Nach dem Bestsellerroman "Nachtzug nach Lissabon" (2004) veröffentlicht Mercier nun ein Buch, das er als Novelle gekennzeichnet hat - ein sympathisches Understatement, wäre "Lea" dafür nicht ein wenig aufgebläht. Da ist die titelgebende Figur, um die die Erzählung kreist - ein Mädchen, das nach dem Tod seiner Mutter in Trauer versinkt, bis es eine Geige in die Hand bekommt; der Vater, der alles für die Karriere seiner hochtalentierten Tochter opfert; sowie ein Exchirurg, dem Leas Geschichte erzählt wird.

Von diesem Arzt, der nicht mehr operieren wollte, hätte man gern mehr erfahren. So aber läuft "Lea" am Ende doch auf gehobenen Kitsch hinaus, das von Genie und Wahnsinn, vom brüchigen Eis der Normalität und von der Macht des Schicksals erzählt, das wir uns vielleicht doch selber basteln: "Sie hatte gespielt, als baute sie sich eine imaginäre Kathedrale aus Tönen, in der sie einmal geborgen sein könnte, wenn sie das Leben nicht mehr ertrüge."

Sebastian Fasthuber in FALTER 21/2007 vom 25.05.2007 (S. 62)


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