Sachbuch-BESTENLISTE März 2022

Fluchtpunkte der Erinnerung

Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus
€ 24.7
Lieferung in 2-5 Werktagen
-
+
Kurzbeschreibung des Verlags:

Was unterscheidet Rassismus und Antisemitismus? Natan Sznaider über das Verhältnis des Holocaust zu den Verbrechen des Kolonialismus.
International wird schon lange über das Verhältnis von Kolonialverbrechen und Holocaust diskutiert. Werden jüdische Opfer in der Erinnerung gegenüber den afrikanischen Opfern bevorzugt? Die Debatten rund um das Humboldt Forum zwingen nun auch Deutschland, sich der kolonialen Vergangenheit zu stellen. Was unterscheidet Rassismus von Antisemitismus? Hannah Arendt und Edward Said waren nicht die Einzigen, die schon früher solche Fragen gestellt haben. Bei ihnen findet Natan Sznaider Ideen und Argumente, um die heutige Diskussion voranzubringen. Wird es am Ende möglich sein, der Opfer des Holocaust und des Kolonialismus zu gedenken, ohne Geschichte zu relativieren?

weiterlesen
FALTER-Rezension

EIN BILD DES SCHRECKENS

Sie trage den Davidstern nicht mehr und habe sich für die Abkehr vom jüdischen Weg entschieden. In einem Kommentar für die Süddeutsche Zeitung beschimpfte der deutsche Autor Maxim Biller seine österreichische Kollegin Eva Menasse. Bei ihren "schrägen Reden" müsse Biller an Leute wie Otto Weininger denken, den judenhassenden Wiener Juden der Zeit um 1900, eine Anspielung auf Menasses jüdische Herkunft. "Die schrieben verrückteste Sachen, um wenigstens die Anerkennung der Nichtjuden zu bekommen."
Der Angriff des notorischen Polemikers ist der aktuelle Höhepunkt einer Debatte, die die deutschen Feuilletons umtreibt. Dabei geht es nicht nur um die Befindlichkeit von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, sondern um die Aktualität des Themas Antisemitismus fast 80 Jahre nach dem Holocaust. Die Diskussion betrifft die Rangordnung der Menschenrechte: Verstellt die Beschäftigung mit dem NS-Völkermord den Blick auf rassistische Gewalt und die koloniale Vergangenheit?

Eva Menasse, eine Wiener Autorin, die seit 20 Jahren in Berlin lebt und durch Romane wie "Dunkelblum" bekannt wurde, kritisierte in einem Spiegel-Essay die Maßlosigkeit der Debatte. "Das Brüllen zerstört jedes Ringen um Vernunft, Augenmaß, Verständigung", schreibt Menasse.

Die Autorin war wütend über die Reaktionen auf ein antisemitisches Kunstwerk des indonesischen Kollektivs Taring Padi, das auf der Documenta in Kassel gezeigt worden war. Die Geschäftsführerin der Großausstellung musste gehen, Kulturministerin Claudia Roth wurde zum Rücktritt aufgefordert.

Menasse rief dazu auf, von der Symbolpolitik zu den Fakten zurückzukehren. Nicht Ruangrupa sei das Problem, sondern die rechte Gewalt. "Ich habe keine Angst vor 20 Jahre alten antisemitischen Karikaturen aus Indonesien. Angst habe ich vor Leuten, die Walter Lübcke erschießen oder versuchen, mit einer Maschinenpistole in eine Synagoge einzudringen." Menasse (ein Interview wollte sie nicht geben) bezieht sich auf den Mord an einem CDU-Politiker und den Anschlag in Halle, beide im Jahr 2019. Um die Heftigkeit der Auseinandersetzung zu verstehen, lohnt ein Blick zurück.

Begonnen hat alles 2020 mit dem Aufruf zu einer Ausladung. Der kamerunische Theoretiker Achille Mbembe sollte zur Eröffnung des Kulturfestivals Ruhrtriennale sprechen. Mbembe gehört zu den führenden Vertretern des relativ neuen universitären Fachs Black Studies. Der Denker beschäftigt sich in seinem Buch "Die schwarze Vernunft" mit den verheerenden Folgen des transatlantischen Sklavenhandels, eines bis heute nachwirkenden Traumas. Mbembe verwendet bewusst das verfluchte Wort "Neger", das schwarze Menschen auch nach Aufhebung der Sklaverei brandmarkte.

Doch Mbembe kann auch anders. Er vergleicht den Staat Israel mit dem Apartheidsystem Südafrikas und stellt dessen Existenzrecht infrage. Ist er ein Antisemit? Ein Großteil der Feuilletons schoss sich auf Mmembe und die von ihm vertretene Denkschule ein. Der Historiker Michael Wolffsohn schrieb in der NZZ vom "antisemitisch-antizionistischen Weltbild der Linken", die FAZ von "wissenschaftlichem Antisemitismus". Corona führte zur Absage des Festivals. Der israelische Soziologe Natan Sznaider, ein besonnener Beobachter der Debatte, konstatiert in seinem neuen Buch "Fluchtpunkte der Erinnerung" einen Bruch. Mit Mbembe habe eine neue Figur die von Nie-wieder-Ritualen geprägte Bühne deutscher Erinnerungskultur betreten. Die Rede von der Einzigartigkeit des Holocaust verliere an Gewicht. Der "strukturelle Rassismus", der laut Mbembe vor Jahrhunderten mit der Globalisierung begann, steige zur Hauptsache auf.

Für Sznaider ist es eine der großen Fragen des 21. Jahrhunderts, welche Minderheit zur universalen Kategorie wird, zum Symbol für Mord, Sklaverei und Vertreibung: "Sind es die Juden und damit der Versuch ihrer Vernichtung oder die 'Neger', die Schwarzen, die Nichtweißen, die, wenn man Mbembe folgt, im Mittelpunkt der Weltgeschichte stehen?"

Der Trigger der Emotionen ist Israel. Aus deutscher und österreichischer Sicht ist Israel vor allem der Staat, der nach der Schoah das Überleben des jüdischen Volkes sicherte. Menschen in der "Dritten Welt", ein abwertender Begriff, der durch die neutrale Bezeichnung "Globaler Süden" ersetzt wurde, sehen das oft anders. Für einige ist Israel ein von weißen Europäern aus dem Boden gestampftes Gebilde, das Millionen Palästinenser vertrieben hat. Auf Demos von Washington bis Berlin erschallen Slogans wie "From the river to the sea, Palestine will be free", was die Auslöschung Israels impliziert. Vertreter der Black und Postcolonial Studies sprechen ganz selbstverständlich von "Siedlerkolonialismus".

Im Frühjahr 2021 nahm die Debatte erneut Fahrt auf. Hintergrund war diesmal ein Prestigeprojekt staatlicher Kulturpolitik. Im neu aufgebauten Berliner Stadtschloss war die Einrichtung des Humboldt-Forums mit den ethnografischen Sammlungen der Hauptstadt geplant. Eigentlich als Symbol für den Geist der Aufklärung angelegt, geriet das Forum in Verruf. Historiker wie der Hamburger Forscher Jürgen Zimmerer kritisierten das Konzept: Das neue Deutschland schmücke sich mit Artefakten, an denen Blut klebe. Großbritannien und Belgien hatten ebenso Verbrechen begangen wie das Deutsche Reich, das 1904 auf dem Gebiet des heutigen Namibia das Volk der Herero fast vollständig auslöschte. Zimmerer sprach von einem Genozid und zog eine Linie zwischen "Windhuk und Auschwitz", so ein Buchtitel. Als der Historiker in einem gemeinsam mit dem USamerikanischen Literaturwissenschaftler Michael Rothberg verfassten Kommentar dazu aufrief, "den Vergleich zu enttabuisieren", schrillten die Sirenen. Das Wort Völkermord wurde erfunden, um das Unbenennbare zu benennen, den Mord an sechs Millionen jüdischen Männern, Frauen und Kindern. Menschen, die selbst von der Schoah betroffen waren, wie die Philosophin Hannah Arendt oder der Holocaust-Forscher Saul Friedländer, formulierten gute Argumente für die These, dass sich die industrielle Vernichtung von Menschenleben aufgrund ihrer "Rasse" mit keinem anderen Verbrechen vergleichen lässt. Und nun wird die Gaskammer mit Windhuk, dem Sitz einer Kolonialverwaltung, in Verbindung gesetzt? Der Vorwurf der Relativierung, gar Verleugnung der Schoah machte die Runde.

Was die Aufarbeitung historischer Verbrechen betrifft, ist Deutschland Weltmeister. Während etwa Serbien die Beteiligung am Genozid im bosnischen Srebrenica leugnet oder Russland den stalinistischen Massenmord verdrängt, ist das Gedenken an die Schoah allgegenwärtig, in Mahnmalen, Forschungseinrichtungen und bei Gedenktagen.

Der Umbruch verlangt nach einer Neuverteilung der Aufmerksamkeit. Mit den Millionen Einwanderern kommen Geschichten aus allen Weltteilen nach Mitteleuropa. Migranten haben oft traumatische Erlebnisse hinter sich und erfahren in der neuen Heimat Diskrimierung. Wer erinnert daran?

Der Vorwurf eines migrantischen Antisemitismus ist indes nicht aus der Luft gegriffen. Betrachtet man etwa die Slogans nationalistisch-türkischer Demos in Wien, dann geht es um die Solidarität mit dem Gaza-Streifen, in dem fast zwei Millionen Palästinenser leben. Die Gewalt der dort herrschenden islamistischen Hamas-Miliz ausblendend, erklären auch linke Aktivisten den Staat der Juden zum Inbegriff imperialistischer Willkür.

Die einen sagen "Israelkritik", die anderen "Judenhass". Dahinter steckt auch ein innerjüdischer Konflikt, der sich zwischen progressiven und konservativen Strömungen auftut. Das Jerusalemer Van-Leer-Institut und die International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) gaben unterschiedliche Definitionen für Antisemitismus heraus, die die Schlagwörter "Siedlerkolonialismus" und "Apartheid" einmal als noch zulässig kritisch, einmal als judenfeindlich bezeichnen.

Der Grat zwischen Wissenschaft und Dämonisierung ist schmal. So gab die Menschenrechtsorganisation Amnesty International Anfang des Jahres einen Bericht heraus, der Israel Apartheid vorwirft und das Bild eines Kolonialstaates zeichnet, der 1948 gegründet wurde, um Palästinenser zu unterdrücken. Kein Wort über das tatsächliche Motiv oder den Terror der Gegenseite. Wer nach einem Beweis dafür suchte, dass sich Antisemitismus mitunter als Kampf für Menschenrechte tarnt, fand ihn im AI-Bericht.

Der politische Lackmustest ist das Verhältnis zur BDS-Bewegung. Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) ist eine 2005 ins Leben gerufene Kampagne, die das "Apartheidregime" Israel isolieren möchte: durch den Boykott von Waren, Wissenschaftlern und Künstlern und den Rückzug von Investoren. Ursprünglich von Palästinensern formuliert, fand der BDS-Aufruf auch bei der westlichen Linken großen Zuspruch.

Die BDS-Kampagne, mehr Label als Organisation, ist ein Sammelbecken. Hier finden sich Holocaust-Leugner und Globalisierungskritiker, Dschihad-Sympathisanten und palästinensische Kommunisten. Die US-amerikanische Queerdenkerin Judith Butler, der genannte Achille Mbembe oder der Ex-Pink-Floyd-Musiker Roger Waters unterstützen die BDS-Forderungen, Stars wie die Sängerin Lana Del Rey sagten ihre Konzerte in Israel ab.

Allein das Wort Boykott lässt zeithistorisch sensible Menschen zusammenzucken. Sie denken in Wien oder München nicht an Südafrika, dessen "Blutorangen" in den 1980er-Jahren der Gegenstand von Aufrufen waren, sondern an "Kauft nicht bei Juden!". Mit diesem Slogan forderten die Nazis nach der Machtübernahme 1933 die Deutschen auf, ihre jüdischen Mitbürger auszugrenzen.

Insofern ist es verständlich, dass die Parlamente in Deutschland und Österreich 2020 BDS als antisemitisch einstuften. Klug war das nicht, denn diese Bewertung fördert ein Klima der Verdächtigung und Denunziation, das beim Thema Antisemitismus ohnehin vorherrscht. "Das Akronym BDS ist vom Schockerfaktor so ähnlich wie RAF oder IS", schreibt Eva Menasse.

Die argumentativen Stellungen waren also befestigt, als heuer in Kassel die Documenta fifteen näherrückte. Die Großausstellung versucht alle fünf Jahre, die Welt durch Kunst abzubilden. Diesmal holten die Veranstalter keinen Starkurator, sondern ein unbekanntes Kollektiv, die politisch engagierten Ruangrupa aus Indonesien. Ruangrupa verzichteten auf Favoriten des Kunstmarkts, sondern holten ihrerseits Gruppen aus Entwicklungsländern, die nicht einfach nur schöne Bilder malen, sondern die Gesellschaft verändern wollen.

Von postkolonialen Propheten unterstützte Künstler aus dem globalen Süden? Die Antisemitismus-Stellen sahen Arbeit auf sich zukommen. Sie durchforsteten die Biografien der Ruangrupa-Mitglieder, ja sogar jene des künstlerischen Beirats, nach verdächtigen Aktionen. Eine Unterschrift unter einem falschen Aufruf oder ein BDS-Like auf Facebook genügten, um den Zeigefinger hochschnellen zu lassen. Die Bombe platzte dann, als kurz nach der offiziellen Eröffnung ein verspätet installiertes Kunstwerk auftauchte, ein 20 Jahre altes Banner des indonesischen Kollektivs Taring Padi. Das riesige Wimmelbild "People's Justice" zeigt als Detail einen Juden mit vampirartigen Zähnen, der einen Hut mit SS-Runen trägt. Ein Soldat mit Schweinsnase hat einen Helm auf, den das Wort "Mossad" ziert. Seit der Nazizeit hatte das deutsche Publikum kein Bild mehr gesehen, das so explizit antisemitisch war. Die Kritiker sahen sich in ihrem Verdacht bestätigt, eine Welle von Hohn brach über die Veranstalter herein.

Ruangrupa entschuldigten sich, das Bild wurde abgehängt. Die Künstler hatten "People's Justice" gemacht, um die Verbrechen des Suharto-Regimes (1967-1998) anzuprangern. Der Diktator war in den 1960er-Jahren für den Mord an 500.000 politischen Gegnern verantwortlich. Er wurde von der westlichen Welt unterstützt, auch von Deutschland und Israel. Ein Blick auf die Geschichte Indonesiens zeigt, wie eng die Geschichte des globalen Südens mit jener Israels verknüpft ist.

1955 fand in Bandung in Indonesien die erste asiatisch-afrikanische Konferenz statt, zu der Israel -aus Rücksicht auf die arabischen Teilnehmer -nicht eingeladen war. Die Juden gehörten nicht länger zur Gruppe der unterdrückten Minderheiten, sogar die schwarze Bewegung in den USA sympathisierte mit der arabischen Sache. In dieser Sichtweise wurde "aus einer antikolonialistischen Befreiungsbewegung eine westliche Bewegung, die es darauf abgesehen hat, die nichtweiße Bevölkerung zu unterdrücken", schreibt Natan Sznaider.

Als Taring Padi Jahrzehnte später "People's Justice" anfertigten, übernahmen sie ein im globalen Süden populäres Klischee. Die Erinnerung an die Schoah verblasst neben dem Bild einer von Waffen strotzenden Nation, die sich mit den USA und anderen "finsteren" Mächten verbündet. Das empörende Werk von Taring Padi macht deutlich, dass Antisemitismus vielerorts zur antiimperialistischen Folklore gehört. Der Kunstbetrieb verschreibt sich einer schicken Kolonialismuskritik -und überhört deren teilweise menschenfeindlichen Untertöne.

Für liberale Intellektuelle wie Eva Menasse ist der Documenta-Skandal ein Desaster. Seit Jahren bemühen sie sich mit anderen, auch israelischen Museumsleuten, Wissenschaftlern und Publizisten, um eine Verhältnismäßigkeit der Debatte. Nun müssen sie sich vor jenen rechtfertigen, die, wie Maxim Biller, Verständnis für das Leid der Palästinenser als jüdischen Selbsthass interpretieren. Nutznießer des Streits sind rechte Parteien, die das Thema missbrauchen, um Ressentiments gegen Muslime und Migranten zu schüren. So lenken sie von der neonazistischen Gewalt ab, die in europäischen Ländern Juden und Migranten gleichermaßen bedroht.

Und in Österreich? Hier lebte Antisemitismus noch lange nach dem Holocaust am Stammtisch weiter. Die verspätete Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen verhinderte eine mit deutschen Verhältnissen vergleichbare Sensibilität. Auf den Kulturseiten gibt es kaum Platz für Debatten. Die BDS-Kampagne hat wenig Unterstützung und taucht nur manchmal am Rande von Demos auf.

Die steigende Zahl antisemitischer Äußerungen deutet aber darauf hin, dass der Hass auf Israel Teil migrantischer Jugendkulturen ist. Politisch hat die Warnung vor einem "importierten Antisemitismus" Relevanz. Die FPÖ ruft zur Verteidigung des "jüdischchristlichen" Abendlandes auf und kaschiert damit den Rechtsextremismus in den eigenen Reihen.

Die Rolle des Watchdogs übernimmt das von dem Publizisten Thomas Eppinger geleitete Blog Mena-Watch, der Zeitungen und Veranstaltungen auf verdächtige Aussagen hin screent. Mena-Watch meldete auch die palästinensische Queer-und Postcolonial-Forscherin Walaa Alqaisiya, die Anfang Juni auf Einladung der Akademie der bildenden Künste einen Vortrag im Museum moderner Kunst halten sollte.

Die international renommierte Forscherin wollte über das "Zionist Sensual Regime", so der Vortragstitel, sprechen. In der Ankündigung war die Rede von "siedlerkolonialer Herrschaft" und der "Eliminierung der indigenen Bevölkerung". Es bedurfte keines Feuilletonkriegs, um dieses extreme Beispiel einer Israelkritik zu verhindern. Die Veranstalter sagten den Vortrag kurzerhand ab.

Teile des Kunst-und Wissenschaftsbetriebs demonstrieren Weltoffenheit, indem sie antiisraelischen Aktivismus als Spielart kritischer Theorie feiern. Leidtragende sind die Opfer des Holocaust, die erleben müssen, dass ihre Geschichte umgeschrieben wird. Allzu leichtfertig greifen einige Publizisten andererseits zur Antisemitismus-Keule, wenn die Verbrechen des Staates Israel angeprangert werden.

Bei den Schlagwörtern "Antisemitismus" und "Rassismus" gehen die Wogen hoch. "Es sind auch Glaubensfragen, die mit Leidenschaft und religiösen Temperament diskutiert werden", schreibt der Soziologe Natan Sznaider. Die Antisemitismusforschung könnte eine gute Schule für den Kampf gegen Rassismus sein. Die beiden Opfergeschichten lassen sich zusammendenken, da die jahrhundertelange Unterdrückung der Jüdinnen und Juden, dort der Hass auf Menschen nichtweißer Hautfarbe. Vielleicht in fünf Jahren auf der Documenta sixteen.

Matthias Dusini in Falter 31/2022 vom 05.08.2022 (S. 26)

weiterlesen
Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783446272965
Erscheinungsdatum 24.01.2022
Umfang 256 Seiten
Genre Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Politik
Format Hardcover
Verlag Hanser, Carl
Diese Produkte könnten Sie auch interessieren:
Dierk Hoffmann
€ 25,70
Wolf-Rüdiger Knoll
€ 39,10
Christian Rau
€ 39,10
Oliver Schröm, Oliver Hollenstein
€ 18,50
Carsten Linnemann
€ 20,60
Steffen Klatt
€ 29,90
Herfried Münkler, Hannes Androsch
€ 20,00
Jürgen Wagner
€ 17,40