Erinnerungen an meinen Porsche

von Bodo Kirchhoff

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Verlag: Hoffmann und Campe
Format: Hardcover
Genre: Belletristik/Erzählende Literatur
Umfang: 224 Seiten
Erscheinungsdatum: 16.02.2009

Rezension aus FALTER 31/2009

Warnung an alle Fans schneller Autos aus Stuttgart: Mit dem Porsche im Titel dieses Romans ist kein Sportwagen, sondern der Penis des Erzählers gemeint, den dieser liebevoll Porsche zu nennen pflegt. Das sagt schon viel über den Charakter des Helden und den Humor eines Buchs aus, das der Verlag treffend als "Schundroman" bezeichnet. Investmentbanker Daniel hat nicht nur im Zuge des Bankencrashs seinen Job verloren, sondern noch viel schmerzlichere Sorgen: Seine (Ex-)Freundin hat ihm mit einem Alessi-Korkenzieher den "Porsche" demoliert; das Attentat hatte nicht nur üble Verletzungen, sondern auch eine Schocklähmung zur Folge.

Schauplatz des Romans ist deshalb eine noble Rehaklinik im Wald, wo der Held aus Langeweile zu schreiben beginnt. Die seichten Witze und üblen Metaphern sind also Stilmittel – was die Lektüre nicht weniger anstrengend macht. Kirchhoff zitiert das klassische "Zauberberg"-Setting, um darin eine trashige Satire auf Finanzkrise und Literaturbetrieb zu platzieren (in der jungen Bestsellerautorin und Mitpatientin, die Daniels Porsche Starthilfe gibt, lässt sich unschwer Charlotte Roche erkennen). Gegen Ende, wenn man sich an den Stil gewöhnt hat und das Buch an Drive gewinnt, wird es ganz unterhaltsam. Aber da hat man schon die Lust daran verloren.

Wolfgang Kralicek in FALTER 31/2009 vom 31.07.2009 (S. 15)


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